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News

Das neue Heft ist da!

INDIEKINO BERLIN Magazin #49, Juni/Juli 2018

Es ist endlich wieder Sommer und das INDIEKINO BERLIN Magazin erscheint als umfangreiche Doppelpackung, während die Redaktion mal Urlaub macht. Auch in den Filmen im Juni und Juli scheint - auf ganz unterschiedliche Weise - die Sonne: Im herzzerreißend schönen und auf eine kinomagische Art traurigen THE RIDER liegt das Glück des Rodeo-Reiters und Pferdezähmers Brady in der lichtdurchfluteten Weite der Prärie. In Hans Weingartners Rede-und Roadmovie 303 trampt Jan bei Jule in ihrem alten Caravan mit, und während sie Belgien, Frankreich und Spanien durchqueren und die Welt immer mehr nach Urlaub aussieht, entstehen eine neue Nähe und neue Perspektiven. mehr

Veranstaltungen

Filmgespräch: DECKNAME JENNY

Crowdfunded, produziert von der selbstverwalteten Hochschule Filmarche und inszeniert von Samira Fansa, die ihrer Kritik an den modernen Grünen schon mittels eines Farbbeutels Ausdruck verlieh, kommt DECKNAME JENNY für zwei Special Screenings ans Ostkreuz.

Eine Mittzwanzigerin will an die radikale Vergangenheit ihrer Eltern anknüpfen. Unter dem Decknamen "Jenny" schließt sie sich einer Gruppe Militanter Autonomer an, um mit ihnen zwei Anschläge zu verüben. Als diese nicht ganz nach Plan laufen, muss sich auch ihr Vater seiner Vergangenheit stellen.

Der Film läuft ... mehr

Film

Großartiger Fiebertraum

Tom Dorow über The Happy Prince

THE HAPPY PRINCE ist ganz offensichtlich eine Herzensangelegenheit für Rupert Everett. Er hat jahrelang daran gearbeitet, diesen Film zu drehen, zu dem er das Drehbuch geschrieben hat, in dem er die Hauptrolle spielt und Regie führt. THE HAPPY PRINCE ist der Film, den Everett machen musste, und er ist großartig geworden. Everett erzählt die Geschichte der letzten Jahre Oscar Wildes in Frankreich, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, als einen Fiebertraum, in dem sich Erinnerungen und die wiederkehrende Erzählung des Märchens vom glücklichen Prinzen, Wildes großer, ironischer und ... mehr

Film

Baustellenträume

Christian Klose über Taste of Cement – Der Geschmack von Zement

Beirut ist eine der ältesten Städte der Welt und war einmal eine Hochburg des Handels und der Kultur im Nahen Osten. Mit dem Beginn des libanesischen Bürgerkriegs im Jahre 1975 wurde die Stadt dann ein Synonym für Krieg und Zerstörung. Wenn man in TASTE OF CEMENT von der Spitze eines Hochhauses im Bau die moderne Beiruter Skyline sieht, scheint dieser Teil der Stadtgeschichte wieder weit entfernt. Allerdings nicht für alle: Seit in ihrem Land ein Bürgerkrieg ausbrach, sind mehr als eine Million Syrer in den Libanon geflohen. Viele von ihnen arbeiten nun auf den Baustellen Beiruts. ... mehr

Film

Sehnsuchtstapeten und Warenwirtschaft

Toby Ashraf über In den Gängen

Ob es Miltitz als Ort wirklich gibt, oder ob es sich hierbei um eine Drehbucherfindung handelt, lässt sich zum Glück schnell googlen. Der Name steht im Film als Endstation auf einem Nachtbus. „Ortsteil von Leipzig“ spuckt Wikipedia aus und verortet Thomas Stubers ansonsten inszenatorisch wenig an sozialem Realismus interessierten Film IN DEN GÄNGEN schnell in einem konkreten Teil Ostdeutschlands. Und siehe da: Stuber selbst kommt aus Leipzig, braucht Miltitz sicher nicht zu googlen und hat eine Kurzgeschichte des in Leipzig aufgewachsenen Clemens Meyer zu einem Langfilm gemacht, der im ... mehr

Film

Selbstzeugnisse der Operndiva

Lars Tunçay über Maria by Callas

Maria Callas – Meisterin der Tragödie und selbst tragische Figur der Opernwelt. Vor vierzig Jahren verstummte eine der größten Stimmen des Zwanzigsten Jahrhunderts. Regisseur Tom Volf widmet der einzigartigen Diva mit MARIA BY CALLAS ein intimes Porträt. Dabei ist der Titel wortwörtlich zu verstehen. „Die Callas“ – ein Produkt der Medien, deren Fokus die Künstlerin seit ihrem 18. Lebensjahr war – reflektiert in den Augen der scheuen Maria, eines 1923 in Griechenland geborenen, einfachen Mädchens, das in viel zu große Schuhe gesteckt wurde – zunächst von ihrer ... mehr

Film

Psycho-Rätsel

Tom Dorow über Nach einer wahren Geschichte

Bei einer Signierstunde für ihren neuen Roman wird die erfolgreiche Autorin Delphine Dayrieux (Emmanuelle Seigner) von Fans mit allzu persönlichem Lob bedrängt. Als sie die Veranstaltung bereits abgebrochen hat, taucht eine charmante, selbstbewusste Frau (Eva Green) auf, die sich „Elle“ nennt. Elle bezeichnet sich als Delphines „größter Fan“, nicht ohne ironischen Unterton. Als Delphine und Elle sich auf einer anstrengenden Business-Party in der Küche wiederbegegnen, beginnt eine seltsame Freundschaft, bei der Elle immer tiefer in Delphines Privatsphäre eindringt und sie zu ... mehr

Film

Maden auf Kadavern

Christian Klose über Hagazussa – Der Hexenfluch

In den österreichischen Bergen, weitab des nächsten Dorfes, wohnt die kleine Albrun mit ihrer Mutter. Das Leben ist hart für die beiden: Es gilt, Ziegen zu hüten und für das Feuer muss Holz gesammelt werden, egal, ob es stürmt oder nicht. Besonders fürchtet Albrun, dass sie die Perchten holen könnten, furchterregende Waldgeister mit Pelz und Hörnern, die zwischen den Jahren umgehen. Aber es sind nicht die Perchten, die ihre Mutter holen, es ist die Pest, die keine Gnade kennt. Und wenn die Leute aus dem Dorf Mutter und Tochter schon vorher argwöhnisch beobachtet haben, so ist der ... mehr

Veranstaltungen

FEMMES TOTALES 2

Die “Femmes Totales” sind zurück. Das Sputnik Kino zeigt das fünf „gute Filme von Frauen“ umfassende Programm im Mai komplett – jeder Film läuft eine Woche lang – und danach in Wiederholungen noch einmal jeweils am ersten Mittwoch des Monats. Im Brotfabrik Kino laufen die Filme vom 17. – 30.5. immer an mehreren Tagen.
Alle Filme laufen im Original mit deutschen Untertiteln.

BONJOUR PARIS
Frankreich 2016, R: Léonor Serraille
Léonor Serrailles Porträt einer konfusen jungen Frau, die sich frisch getrennt und ohne Geld in Paris durchschlägt, ... mehr

Veranstaltungen

Russisch Dok #3: JAGD AUF EINEN ENGEL

RUSSISCH DOK präsentiert Filme, die man sonst in Deutschland nicht im Kino zu sehen bekommt, da sie (noch) keinen internationalen Verleih haben. Andrei Osipovs JAGD AUF EINEN ENGEL schildert das Leben des Dichters Andrei Bely Anfang des Jahrhunderts. „Sternen-Genie“ und „eitler Poseur“, „neuer Gogol“ und „besessener Hysteriker“ — so charakterisierten Zeitgenossen eine der vielfältigsten Figuren des russischen „Silbernen Zeitalters“. Der Film erzählt seine Geschichte durch die Montage von Fragmenten aus Stummfilmen dieser Zeit.

Acud Kino: 9.5. um 20 Uhr / ... mehr

Indiekino Magazin

Interviews

Filme heute