Entfernung über GPS
ab PLZ

Veranstaltungen

Zu Gast im Kino: NICO, 1988

Susanna Nicchiarellis NICO, 1988 wirft auf einen Blick auf die letzten beiden Jahre im Leben der Christa Päffgen, die als Nico ein Warhol Factory Superstar wurde und mit The Velvet Underground Musikgeschichte schrieb. 1988 wollte sie von all dem aber nichts mehr wissen, sondern konzentrierte sich mehr darauf field recordings zu machen, Kontakt mit ihrem Sohn aufzubauen und zunehmend in ihrer Heroinsucht zu versinken.
Ob der Film die Goddess of Teutonic Depression richtig darstellt, wird Lutz Graf-Ulrich, genannt Lüül und seines Zeichens langjähriger Lebens- und ... mehr

Veranstaltungen

Film in Sounds #71 - Cinematic Concert - OPERA

Die "Film in Sounds: Cinematic Concerts" des Freiluftkino Pompeji geht weiter. Am 20.7. läuft um 21.30 Uhr Dario Argentos letztes Meisterwerk OPERA über eine junge Sängerin, die den Fluch von der Oper "Macbeth" ganz konkret in Form eines Killers erlebt, der sich durch ihr Umfeld mordet und will, dass sie davon keine Sekunde verpasst.

Untermalt wird das visuelle Spektakel von den Wahlberlinern Aidan Baker und Leah Buckareff, die als Drone-Doom-Band Nadja dem Unheil eine ganz neue Klangfarbe geben werden. mehr

Film

Erlesene Melancholie

Hannes Stein über Nico, 1988

Nico aka Christa Päffken, geboren 1938, war Supermodel, zählte zu Andy Warhols „Superstars“ und war Velvet Underground-Sängerin. Später hat sie ein Album mit Coverversionen von erlesener Melancholie aufgenommen („Chelsea Girl“, 1968), das, spätestens seit Gwyneth Paltrow in THE ROYAL TENENBAUMS im Nico-Make-Up und mit Nico-Frisur in der Badewanne rauchte, während Nicos Version von Jackson Brownes „These Days“ lief, auch im Bewusstsein des 21. Jahrhunderts angekommen ist. Nach „Chelsea Girl“ machte Nico mehrere apokalyptisch-düstere Alben, die bei Fans Kultstatus ... mehr

Film

Jodorowskis filmische Autobiografie

Christian Klose über Endless Poetry

Nach über zwei Jahrzehnten Regieabstinenz veröffentlichte Alejandro Jodorowski 2013 das autobiografische Musical THE DANCE OF REALITY, das von seiner Kindheit unter einem Vater erzählt, dessen Ziel es war, alles Weiche im jungen Alejandro abzutöten, und der als kommunistischer Widerstandskämpfer gegen sich selbst ebenso hart war. ENDLESS POETRY schließt direkt an den Vorgängerfilms an, in dem die Familie schließlich ein Schiff nach Santiago de Chile besteigt. In Chile muss nun der Teenager Alejandro (gespielt vom jüngsten Sohn Adan) im Laden des Vaters (gespielt von Jodorowskis ... mehr

Film

Road-und-Rede-Movie

Hendrike Bake über 303

Jule und Jan sind beide nicht die Super-Achiever. Zu Beginn von Hans Weingartners wunderschönem Road-und-Rede-Movie versemmelt Jule ihre Bio-Chemie-Prüfung, weil sie sich den Zitronensäurezyklus nicht merken kann. Ihr Einwand, sie sei eine gute Biologin und Fakten könne man ja zur Not googeln, beeindruckt die Prüfer nicht. Jan erhält ein Politik-Stipendium bei der Konrad-Adenauer-Stiftung nicht, obwohl er eine ausgezeichnete Arbeit vorgelegt hat. Zu progressiv, sagt der Prof, und: „Man muss auch strategisch denken.“ „Und was ist mit Haltung?“, fragt Jan zurück.

Von Anfang ... mehr

Film

Nochmal durchstarten

Jens Mayer über Könige der Welt

2002 gilt die Indie-/Grungerock-Band Union Youth aus der niedersächsischen Kleinstadt Bad Bentheim für kurze Zeit als der große deutsche Hoffnungsträger für eine internationale Karriere im Musikgeschäft. Nachdem bekannt wird, dass die Musiker vom US-Label der Nu-Metal-Ikone Fred Durst hofiert und nach Los Angeles in den legendären Viper Room eingeladen wurden, den verlockenden Plattenvertrag jedoch abgelehnt haben, reißen sich auch die hiesigen Majorlabels um das vom exzessiven Sänger und Gitarristen Matthias Exler angeführte Quartett. Doch irgendetwas läuft schief ... mehr

Film

Porträt des Avantgarde-Musikers

Yorick Berta über Ryuichi Sakamoto: Coda

Eine Coda bezeichnet in der Musiktheorie den separaten Schlussteil eines Stückes. Hier steht sie für das Spätwerk des japanischen Musikers und Komponisten Ryuichi Sakamoto, dem sich Stephen Nomura Schible in RYUICHI SAKAMOTO: CODA annähert. Sakamoto wurde in den 1970er Jahren als Teil vom Yellow Magic Orchestra bekannt, der japanischen Antwort auf Kraftwerk. Seit Mitte der 1980er widmete er sich der Filmmusik und schuf prägnante Scores, beispielsweise für DER LETZTE KAISER oder THE REVENANT.
Schible verzichtet auf eine streng lineare Erzählung des Lebens und Werks ... mehr

Film

Großmeister des Glamours

Tom Dorow über Love, Cecil

Cecil Beatons Schwester Nancy schaukelt in einem Traum aus Zellophan-Folie in das Paradies der Kunststoff-Feen, 1929. Queen Elizabeth, vor einem hellblauen Hintergrund, in einem langen schwarzen Marinemantel mit goldenen Knöpfen, fast wehmütig nach links aus dem Bild blickend, statuarisch und sanftmütig, zugleich modern und deutlich auf Elizabeths militärische Vergangenheit verweisend: ein Bild der Herrschaft von Cecil Beaton, 1968. Seine Männer erst, die Glamourporträts von Gary Cooper, Marlon Brando oder Mick Jagger, die vor Erotik aus dem Rahmen zu springen scheinen. Lisa Immordino ... mehr

Film

Komplexes Porträt

Tom Dorow über Die Frau, die vorausgeht

1890 reist die Malerin Catherine Weldon nach Standing Rock, South Dakota, um ein Porträt des Lakota-Sioux Häuptlings Sitting Bull zu malen. Weldon gerät mitten ins Herz der Finsternis, in eine Situation, in der die US-Regierung die endgültige Vernichtung des Widerstandes der Allianz von Lakota, Cheyenne, Blackfeet und Arapaho plant, die von Sitting Bull angeführt wird. Catherine Weldon war eine historische Person, die tatsächlich als Privatsekretärin Sitting Bulls und Aktivistin der National Indian Defense Association agierte. DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT schildert eine komplexe ... mehr

Film

Höfliches Porträt

Hendrike Bake über Auf der Suche nach Ingmar Bergman

Als Margarethe von Trotta in den 1960er Jahren aus dem muffigen Deutschland nach Paris ging, lernte sie dort eine junge, aufregende Filmszene kennen, die sich um die Filmzeitschrift Cahiers du cinéma gebildet hatte – die Nouvelle Vague. Ein Idol der jungen Filmliebhaber war der schwedische Regisseur Ingmar Bergman (1918-2007), und als ihre neuen Freunde von Trotta ins Kino schleppten, um DAS SIEBENTE SIEGEL (1957) zu gucken, war das für sie die Initialzündung, selbst Regisseurin zu werden. Von Trottas Recherche zum 100sten Geburtstag Ingmar Bergmans orientiert sich an ihrem ... mehr

Indiekino Magazin

Interviews

Filme heute