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Veranstaltungen

FILMKUNDLICHE LEKTIONEN #9: DER LUBITSCH TOUCH

18.1.2017 / 20.15 Uhr / Eva Lichtspiele

Am 18.Januar um 20.15 Uhr, nur wenige Tage vor dem 125. Geburtstag von Ernst Lubitsch, stellt Franz Stadler in den Eva Lichtspielen die Gag-Mechanismen des Lubitsch-Stils vor, der mit Vokabeln wie elegant, raffiniert, intelligent und diskret allein nicht zu umschreiben ist. mehr

Filmkritik

Für Katzenfans

Toni Ohms über Bob, der Streuner

Hundefilme sind fast schon ein eigenes Genre, Katzen werden im Kino dagegen zwar gerne gesucht, sind als Hauptdarsteller aber nicht sehr präsent. Im freundlich-flauschigen BOB, DER STREUNER ist nun endlich ein gelb getigerter Kater der unbestreitbare Star. Der Film basiert auf dem gleichnamigen internationalen Bestseller, der wiederum auf einer wahren Geschichte basiert: Der Londoner Junkie und Straßenmusiker James ist kurz vor dem Aus und versucht noch ein letztes Mal den Ausstieg über Methadon. Bereits einmal ist er einer Überdosis knapp entkommen und wenn er das Programm schmeißt, ... mehr

Filmkritik

Perfekter Balanceakt

Harald Mühlbeyer über Die Blumen von Gestern

Toto Blumen ist ein Kämpfer für die gute Sache. Deshalb schlägt er seinen Kollegen Balthasar Thomas krankenhausreif, als der es wagt, Sponsoren für die Häppchen beim großen Ausschwitz-Kongress akquirieren zu wollen. Holocaustforschung ist Blumens Leben, als Vertreter der reinen Lehre ist er kompromisslos. Süße Rache von Thomas: Er jubelt Blumen die junge, völlig überspannte Französin Zazie als Praktikantin unter, und geboren ist das herrlichste Screwballpaar des deutschen Films seit Jahrzehnten. Wie sich Toto und Zazie ihre Neurosen und Komplexe gegenseitig vor die Füße ... mehr

Veranstaltungen

Bilder Testen

18.1.2017 / 19:30 Uhr / Sputnik Kino

Zum neuen Jahr möchten wir auch noch einmal an das Open Screening „Testbild“ erinnern, das immer am 3. Mittwoch des Monats im Sputnik Kino stattfindet. mehr

Interview, News

"Wenn man nichts mehr kalkuliert oder hinterfragt - dann kann man von Liebe sprechen"

Interview mit Park Chan-Wook

Seit ihm zu Beginn des Jahrtausends mit dem Berlinale-Beitrag JOINT SECURITY AREA und kurz darauf SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE der Durchbruch gelang, gehört Park Chan-Wook auch international zu den bekanntesten und erfolgreichsten koreanischen Regisseuren. 2004 gewann er in Cannes für OLDBOY den Großen Preis der Jury, fünf Jahre später für DURST den Jury-Preis. Nach seinem englischsprachigen Debüt STOKER meldet er sich nun mit der Romanverfilmung DIE TASCHENDIEBIN zurück, deren Handlung er von England nach Korea verlegte. Patrick Heidmann hat sich für INDIEKINO BERLIN mit Park Chan-Wook über seinen jüngsten Film unterhalten. mehr

Filmkritik

Pioniere der Nische

Hendrike Bake über Wild Plants

Der Schweizer Koch Maurice Maggi überzieht die Stadt Zürich in seiner Freizeit mit einem Netz aus Malven, und ab und an pflanzt er auch ein bisschen Gemüse bei seinen nächtlichen „Guerilla Gardening“-Aktionen. „Pionierpflanzen“ beschreibt er als Pflanzen, die auf kargen Böden gedeihen und diesen dann auch für andere Pflanzen bewohnbar machen. Aus einer Nische heraus verändern sie in kleinsten Schritten ein ganzes Ökosystem. Als solche Pionierpflanzen lassen sich auch die Pflanzenliebhaber, die in Nicolas Humberts meditativem Dokumentarfilm WILD PLANTS auftauchen, beschreiben. ... mehr

Filmkritik

Im Gay-Porn-Geschäft

Hardy Zaubitzer über King Cobra

Unter dem Pseudonym King Cobra unterhielt Bryan Kocis (Christian Slater) Mitte der 2000er-Jahre die Gay-Porn-Produktionsfirma Cobra Video in seinem eigenen Haus. Innerhalb kürzester Zeit baute er seine heißeste Neuentdeckung, den Newcomer Sean Paul Lockhart (Garrett Clayton), unter dem Namen Brent Corrigan zum gefragtesten homosexuellen Pornostar auf.
Das Geschäft ist hart, das Geschäft ist schnelllebig, das Geschäft ist korrupt. Regisseur Justin Kelly (I AM MICHAEL) schaltet so schnell und uninteressiert durch die groben Abschnitte des Aufstiegs und Falls seines Protagonisten wie ... mehr

Filmkritik

Liebe und Sport am Fjord

Lars Tunçay über Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki

So recht zutrauen würde man es ihm nicht, dem sanftmütigen Typen von schmächtiger Statur, aber Olli Mäki kann sich behaupten. Wenn er in den Ring steigt, ist er hochkonzentriert und legt seine Gegner reihenweise auf den Bretterboden. Im Sommer 1962 bietet sich ihm eine einmalige Gelegenheit: ein Profikampf gegen den amtierenden Weltmeister im Federgewicht, den Amerikaner Davey Moore. Eigentlich ist Olli fürs Federgewicht ein bisschen zu schwer und sein Gegner ist ein erfahrener Profi mit einer beeindruckenden Bilanz an K.O.-Siegen. Aber Ollis ehrgeiziger Trainer Elis, der früher selbst ... mehr

Filmkritik

Dario Argentos schwelgerischer Spät-Giallo

Thomas Groh über Opera

Nachdem die Operndiva Mara Cecova aus einer Neuinszenierung von Verdis “Macbeth” unfallbedingt ausscheiden muss, rückt die junge Betty (Cristina Marsillach) in der Besetzung nach. Deren Sorge, der Rolle nicht gewachsen zu sein, erweist sich als unbegründet: Publikum und Presse liegen der Nachwuchssängerin zu Füßen. Doch der Triumph entpuppt sich als Fluch: Fortan lauert ein maskierter, unguten sexuellen Fetischismen erlegener Killer Betty auf, der sie mit einer sadistisch-raffinierten Augensperre immer wieder dazu zwingt, seine grausamen Morde mitanzusehen. Betty verliert sich in ... mehr