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Interview

„Der ästhetische Feind dieses Films ist ein naturalistisches Kino“

Interview mit Julian Radlmaier zu SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES

Julian Radlmaier, Jahrgang 1984, studierte an der dffb, war persönlicher Assistent von Werner Schroeter und hat deutsche Übersetzungen der Texte des französischen Theoretikers Jacques Rancière herausgegeben („Und das Kino geht weiter. Schriften zum Film“ (2012) und „Bela Tarr, Die Zeit danach“ (2013). Seine ersten Filme EIN GESPENST GEHT UM IN EUROPA (2013) und EIN PROLETARISCHES WINTERMÄRCHEN (2014) thematisieren die Klassengesellschaft. mehr

Interview

"Gesellschaftliche Verantwortung darf kein Kriterium sein"

Interview mit Bertrand Bonello zu NOCTURAMA

Bertrand Bonello ist seit seinem Debütspielfilm DER PORNOGRAF für kontroverse und seltsam halluzinatorische Filme bekannt. Zuletzt kam in Deutschland sein SAINT LAURENT (2014) in die Kinos. Mit NOCTURAMA hat Bonello einen kontroversen und todschicken Thriller über eine Gruppe junger Leute, die am gleichen Tag mehrere Bombenanschläge in Paris verüben, gedreht. Thomas Abeltshauser hat für INDIEKINO mit Bertrand Bonello über seinen neuen Film gesprochen. mehr

Interview

„Im Vordergrund unserer Zusammenarbeit stand immer der Dialog“

Interview mit Céline Sciamma

Als Regisseurin und Drehbuchautorin hat Céline Sciamma mit WATER LILIES (2007), TOMBOY (2011) und BANDE DES FILLES (2013) bereits mehrfach Geschichten über jugendliche Befindlichkeiten gedreht. Im sensibel beobachteten WATER LILIES ging es um eine Gruppe von 15-jährigen Mädchen, den ersten Sex und Synchronschwimmen. mehr

Interview, Personen

„Es gibt eine Scheu vor den ganz alltäglichen Geschichten“

Interview mit Marie Kreutzer zu WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT

WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT ist der dritte Spielfilm der österreichischen Filmemacherin Marie Kreutzer, und der zweite, der bei uns ins Kino kommt: Im Jahr 2011 war ihr Debüt DIE VATERLOSEN über die Kinder einer Hippiekommune, die sich beim Tod des Vaters wieder treffen, hier zu sehen.

INDIEKINO BERLIN: Wie ist die Idee zu WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT entstanden?

Marie Kreutzer: Das war eigentlich gar nicht meine Idee, sondern die meines Produzenten. In dieser Zeit war meine Tochter etwa in dem Alter wie die Kinder im Film. Ich habe auf die Finanzierung von GRUBER GEHT gewartet, meinem zweiten Kinofilm, und war halt sehr viel mit ihr allein, am Spielplatz und so weiter mehr

Interview, News

"Wenn man nichts mehr kalkuliert oder hinterfragt - dann kann man von Liebe sprechen"

Interview mit Park Chan-Wook

Seit ihm zu Beginn des Jahrtausends mit dem Berlinale-Beitrag JOINT SECURITY AREA und kurz darauf SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE der Durchbruch gelang, gehört Park Chan-Wook auch international zu den bekanntesten und erfolgreichsten koreanischen Regisseuren. 2004 gewann er in Cannes für OLDBOY den Großen Preis der Jury, fünf Jahre später für DURST den Jury-Preis. Nach seinem englischsprachigen Debüt STOKER meldet er sich nun mit der Romanverfilmung DIE TASCHENDIEBIN zurück, deren Handlung er von England nach Korea verlegte. Patrick Heidmann hat sich für INDIEKINO BERLIN mit Park Chan-Wook über seinen jüngsten Film unterhalten. mehr

Interview, News

„Man kann sich die Situation nicht anschauen, ohne wütend zu werden“

Interview mit Ken Loach zu ICH, DANIEL BLAKE

Ken Loach, geboren 1936, ist einer der renommiertesten britischen Filmemacher, und einer der politisch engagiertesten. Sein Film KES (1966) gilt als einer der besten britischen Filme aller Zeiten. Nach THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY (2006) ist I, DANIEL BLAKE der zweite Film, mit dem Loach die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes gewonnen hat. Thomas Abeltshauser hat für INDIEKINO BERLIN mit Ken Loach gesprochen.


INDIEKINO BERLIN: Mr. Loach, um ehrlich zu sein: Wir waren ein bisschen verwirrt. Sie hatten 2013 angekündigt, keine Filme mehr zu machen. Und jetzt machen Sie doch noch einen, Ihren Fünfzigsten, und gewinnen damit auch noch die Goldene Palme in Cannes.

Ken Loach: Ja, es war ein bisschen albern, das damals so heraus zu posaunen. Das würde ich heute nicht mehr sagen. Lassen Sie es mich erklären. mehr

Interview, Veranstaltungen

"Es gibt wirklich viele Highlights"

Interview mit Patrick Thülig zum 32. interfilm Festival

Im November findet zum 32. Mal das interfilm Kurzfilmfestival statt, das mittlerweile 500 Filme in 50 Programmen präsentiert. Wir haben uns mit Patrick Thülig vom interfilm-Team über die neue Ausgabe unterhalten. mehr

Interview, News

„Viele Locations, ein paar Scheinwerfer und ein 65-seitiges Drehbuch“

Interview mit Regisseur Julius Schultheiß zu LOTTE

Seinen ersten Langfilm hat Julius Schultheiß ohne Filmförderung aus eigener Tasche finanziert. Es hat sich gelohnt: LOTTE wurde zur Berlinale eingeladen und erhielt auf dem diesjährigen Achtung Berlin Festival den Hauptpreis für den besten Spielfilm. Christian Horn hat sich mit dem Regisseur über die Arbeit an LOTTE unterhalten. mehr

Interview, Personen

"What's the Story Morning Glory?": Die Filme von Andrea Arnold

Am 13.10. startet Andrea Arnolds neuer Film AMERICAN HONEY. Wir werfen einen Blick auf ihr bisheriges Werk.

Andrea Arnold, geboren 1961, wuchs in einer Sozialwohnung in Dartford, einem Vorort von London auf. Mit 17 begann sie ihre Fernsehkarriere als Tänzerin in der Gruppe Zoo, die regelmäßig bei der BBC-Show „Top of the Pops“ auftrat, kurz darauf wurde sie als die rollschuhfahrende, tanzende und singende „Dawn Lodge“ Ko-Moderatorin in der hyperaktiven Kindersendung „No. 37“. Über ihre Herkunft aus der Arbeiterklasse spricht Arnold recht gern – sie verleiht ihren Filmen eine Aura von Authentizität und Glaubwürdigkeit. Fragen nach ihrer Pop-Vergangenheit blockt sie dagegen eher ab. mehr

Interview

„Filme reflektieren nicht die wirkliche Rolle, die Frauen im Leben spielen“

Interview mit Iciar Bollaìn zu EL OLIVO

Iciar Bollaín begann ihre Karriere als Estrella in Victor Erices EL SUR (1983) und hat seither in über 30 Filmen mitgespielt, von denen allerdings nur einige wenige wie LAND AND FREEDOM (1994, R: Ken Loach) und RABIA – STILLE WUT (2009, R: Sebastián Cordero) in deutschen Kinos zu sehen waren. In den 1990ern begann Bollaín sehr erfolgreich, eigene Filme zu drehen. mehr

Interview

„Interessantes kommt aus unerwarteten Ecken“

Interview mit Todd Solondz

Spätestens seit seinem Film WELCOME TO THE DOLLHOUSE (1995) ist Todd Solondz eine der Ikonen des US-Independent-Kinos. Seitdem hat Solondz sechs weitere Filme gedreht, von denen allerdings nicht alle in die deutschen Kinos gekommen sind. Glücklicherweise ist das bei seinem neuen Film WIENER DOG anders. Solondz kommt, grinsend, in Sneakers, Freizeithose und kurzärmligen rotem Freizeithemd und einer Brille mit rotem, transparentem Gestell zum Interviewtermin und nimmt auf der Couch Platz wie ein Ironie-Buddha. mehr

Interview

"Die Erzählform war für mich genauso ein Motor, diesen Film zu machen, wie der Inhalt selbst"

Maria Schrader über VOR DER MORGENRÖTE

INDIEKINO BERLIN: Was hat sie bewogen, einen Film über die Exilerfahrung von Stefan Zweig zu machen? Geht es ihnen um die Einsamkeit und das Getriebensein von Stefan Zweig, der in der Emigration nicht glücklich werden konnte, obwohl er sicher war?

Maria Schrader: Ich glaube, das private Glück und die private Zufriedenheit waren keine Kategorie für Stefan Zweig. Zweig war jemand, der seine Arbeit über alles stellte. Er war nicht so bedroht wie andere, er hatte ein gutes Auskommen, er hatte ein Aufenthaltsvisum. Aber das, was von uns mehr und mehr gefordert ist, nämlich den Fernseher wieder auszuschalten, die immer umfangreichere Bild- und Informationsflut über Krieg, Verwüstung, Elend in anderen Orten der Welt wieder zu vergessen, irgendwo wegzuschließen, um überhaupt weiterzumachen und zu funktionieren in unseren Leben, unseren Berufen - das ist ihm nicht gelungen. mehr

Interview

„Das Unausgesprochene ist das Wichtige“

Interview mit Omer Fast

Omer Fast, 1972 in Jerusalem geboren, wuchs in Jerusalem und New York auf und lebt und arbeitet heute in Berlin. Fast ist als Künstler erfolgreich und vor allem für seine Videoinstallationen bekannt. Er hat unter anderem bei der Biennale Venedig 2011 und bei der Documenta Kassel 2012 ausgestellt. REMAINDER ist sein erster Spielfilm. mehr

Interview, News

„Ich wollte die Realität ihres Alltags erzählen“

Tobias Lindholm über A WAR

INDIEKINO BERLIN: Viele der Darsteller in Ihrem Film sind echte Soldaten. Inwiefern war das dänische Militär involviert und hatte Einfluss auf das Drehbuch?


Tobias Lindholm: Ich habe mich vor dem Drehbuchschreiben mehrmals mit Militärvertretern getroffen und ihnen das Projekt erklärt. Wir haben ihnen nie das Drehbuch zum Lesen gegeben, sie hatten keinen Einfluss auf den Schnitt. Aber sie haben unser Projekt akzeptiert und uns erlaubt, ihre Soldaten zu besetzen. Außerdem haben sie uns Material zur Verfügung gestellt, Uniformen und Ausrüstungen, um dieses Umfeld authentisch darstellen zu können. Sie waren also involviert, aber nur auf einem praktischen Level, nicht bei den Entscheidungen. mehr

Interview

„Es wurde mehr getrunken und gefeiert und gevögelt in den Siebzigern.“

Thomas Vinterberg über DIE KOMMUNE

INDIEKINO BERLIN: Sie sind selbst in einer Kommune aufgewachsen. Ist das ein Lebensmodell, das wiederkehren könnte?

Thomas Vinterberg: Das Kommunenleben ist heute viel rationaler. Ich würde es noch nicht einmal so nennen. Junge Leute mit wenig Geld ziehen in WGs zusammen, um Miete zu sparen. Aber jeder hat sein eigenes Fach im Kühlschrank. Es ist nicht mehr so verrückt und naiv und durchgeknallt und liebenswürdig, wie es damals in den Siebzigern war. Das hat sich überlebt. Ich habe 12 Jahre in einer Kommune gelebt, von sieben bis 19, aber jede Kommune war anders, so wie jede Familie anders ist. mehr

Interview, News

„Niemand kann sich auf eine sichere Position zurückziehen“

László Nemes über SON OF SAUL

Mit seinem ersten Langfilm SON OF SAUL gewann László Nemes den Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes. Thomas Abeltshauser hat sich mit dem Regisseur über sein atemberaubendes Debüt auf dem Filmfest in San Sebastián unterhalten.

INDIEKINO BERLIN: Ihr Film sorgte auf dem Filmfest in Cannes letztes Jahr für Furore. Warum kommt er erst jetzt in die deutschen Kinos?

László Nemes: Ich wollte, dass der Film für Aufruhr sorgte. Ich will diesen Widerstand überwinden. Aber in Cannes hat sich kein deutscher Verleiher an den Film getraut. mehr

Interview, Filme, News

„Man muss etwas zurücklassen, um weitermachen zu können“

Interview mit Joachim Trier zu LOUDER THAN BOMBS

Nach seinem ausgezeichneten Filmdebüt AUF ANFANG (2006) und dem Drama OSLO, 31. AUGUST (2011) über einen jungen Mann, der seinen Selbstmord beschlossen hat, hat der norwegische Regisseur Joachim Trier mit LOUDER THAN BOMBS seinen ersten englischsprachigen Film mit internationalen Stars wie Isabelle Huppert, Gabriel Byrne und Jesse Eisenberg realisiert: Drei Jahre nach ihrem Unfalltod einer bekannten Kriegsfotografin werden der Ehemann und die beiden Söhne wieder mit den Hintergründen und den Umständen ihres Ablebens konfrontiert und dazu gezwungen, sich auch mit sich selbst und ihren Beziehungen untereinander auseinanderzusetzen. Jens Mayer hat mit Joachim Trier über seinen Film gesprochen. mehr

Interview, News

In dieser Geschichte ist sogar die Liebe illegal

Interview mit Todd Haynes zu CAROL

Todd Haynes liebt Frauenfiguren und er liebt historische Filme, Filme, die in einer sehr spezifischen Zeit angesiedelt sind. Sein erster Spielfilm SAFE (1998) handelte von einer reichen Hausfrau (Julianne Moore), die Hyper-Allergikerin ist und sich nach und nach immer weiter aus dem kalten Glanz der 80er Jahre zurückzieht, bis sie in einer Art sterilem Iglu in der Wüste landet. VELVET GOLDMINE (1998) porträtierte die 80er dagegen als metrosexuelles Glam-Rock Spektakel. Knallbunt ist auch FAR FROM HEAVEN (DEM HIMMEL SO FERN 2002), eine Hommage an die Technicolor-Melodramen von Douglas Sirk. In seinem bis dato erfolgreichsten Film I’M NOT THERE (2007) inszenierte Haynes das Leben von Bob Dylan mit sechs verschiedenen Darstellern in der Hauptrolle – eine davon war Cate Blanchett. Nach der in den 40er Jahren angesiedelten Fernsehserie MILDRED PIERCE kehrt Haynes nun mit CAROL wieder in die 50er Jahre zurück. mehr

Interview, Personen

Cinema of Obsession: Die Filme von Peter Strickland

Am 3.12. startet Peter Stricklands neuer Film THE DUKE OF BURGUNDY. Wir stellen den in Deutschland noch viel zu wenig bekannten Filmemacher und seine Film vor.

In einem Text zu Peter Stricklands zweitem Film BERBERIAN SOUND STUDIO bezeichnete Peter Bradshaw, der Chef-Filmkritiker des „Guardian“, Strickland als „den wichtigsten britischen Filmemacher seiner Generation“. Das wirkte damals plausibel, aber nach Stricklands drittem Film erscheint es wie britisches Understatement. Strickland ist einer der aufregendsten aktuell produzierende Filmemacher weltweit. mehr

Interview

Eisenstein wäre heute Post-Post-Post-Cameron

Peter Greenaway über EISENSTEIN IN GUANAJUATO

Seit über 50 Jahren dreht der 1942 geborene Waliser Peter Greenaway inzwischen Filme, die die Brücke zwischen bildender Kunst, Theater und Film schlagen. Nach einem Kunststudium begann er zunächst als Cutter im „Central Office of Information“, jener britischen Propagandainstitution, die in den 50er Jahre mit für den Erfolg des British Documentary Movement verantwortlich war, zu arbeiten. Ab inszenierte Greenaway dann eigene Filme. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören die Filme, die in den 80er Jahren entstanden wie DER KONTRAKT DES ZEICHNERS (1982), DER BAUCH DES ARCHITEKTEN ... mehr

Interview, News

Noir: die Dunkelheit des Geistes

Partho Sen-Gupta über SUNRISE

Partho Sen-Gupta, geboren 1965 in Mumbai, begann als Szenenbildner für Bollywood-Produktionen und arbeitete als Art Director und Set Designer bei indischen Spielfilmen und Werbespots. Nach einem Regiestudium in Paris drehte er seinen ersten Spielfilm HAVA ANEY DEY – LET THE WIND BLOW, der 2004 auf der Berlinale Premiere hatte. Nach THE WAY OF BEAUTY, einer Musikdoku über die Jazz-Raga-Kooperation zwischen dem Gitarristen John McLaughlin und der indischen Band Shakti ist SUNRISE sein zweiter Spielfilm. Tom Dorow hat für INDIEKINO BERLIN mit Partho Sen-Gupta über seinen neuen Film gesprochen.

Sehen Sie SUNRISE eigentlich als einen Noir-Film?

Ja, sicher. Ich sehe ihn auf traditionelle Weise als Noir, nicht nur als ästhetisch Noir. Er ist Noir, weil das Thema Noir ist. Für mich ist Noir etwas, was ich als Kind gelesen habe: Die amerikanischen Soldaten kamen als Helden nach Hause, und plötzlich war der Krieg vorbei, und dann waren sie auf einmal keine Helden mehr, sondern Männer ohne Arbeit. Viele sind vom Krieg traumatisiert und zu Hause herrscht Depression. Sie finden keine Arbeit, sie finden sich in ihren Familien nicht wieder zurecht. Und dann gibt es diese ganzen Geschichten von Männern, die ins Verbrechen abrutschen und zerbrechen. Für mich geht es um dieses Verständnis von Noir, nicht um diese Plastik-Idee davon. Vieles wird heute Noir genannt, weil es in der Dunkelheit gefilmt ist, aber das ist „Plastik“, künstlich, da geht es nicht um die Story. mehr

Interview

Skateboard fahren und den Wind im Tschador spüren

Interview mit Ana Lily Amirpour

Ana Lily Amipour ist die Regisseurin und Autorin von A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT und seit diesem Debüt einer der Shooting Stars des unabhängigen amerikanischen Kinos. Ihr nächster Film, THE BAD BATCH wird von Megan Ellisons Produktionsfirma Annapurna Pictures produziert, die in den letzten Jahren mit THE MASTER, ZERO DARK THIRTY, SPRING BREAKERS, FOXCATCHER, HER und anderen Filmen in die erste Reihe der unabhängigen amerikanischen Filmproduktionen aufgerückt ist. Ana Lily Amirpour ist als Tochter iranischer Eltern in London geboren und in den USA aufgewachsen. Tom Dorow hat sich mit der Regisseurin über A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT, die Bedeutung von Musik und romantischen Kannibalismus unterhalten. mehr

Interview

Eine neue Freundin

Ein Gespräch mit François Ozon

Seinen ersten großen Erfolg feierte François Ozon mit dem Musical 8 FRAUEN (2002), das Frankreichs berühmteste Schauspielerinnen, darunter Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert und Emmanuelle Béart, in einer grellbunten Krimikomödie zusammenbrachte. Es folgten der psychologische Thriller SWIMMINGPOOL (2003), die rückwärts erzählte Beziehungsgeschichte 5 x 2 (2005), und das tiefschwarze Melodrama ANGEL – EIN LEBEN WIE IM TRAUM (2007) über eine Boulevardschriftstellerin, die sich ein Traumleben baut. Zu Ozons jüngeren Filmen gehören die Dramen IN IHREM HAUS (2012) und JUNG & SCHÖN (2013). François Ozon inszeniert subtil und psychologisch nuanciert. Zugleich liebt er starke Farben und Camp, reichlich Drama und das Experimentieren mit unterschiedlichsten Genres. In seinem jüngsten Film kehrt er erneut zum Melodrama zurück. Thomas Abeltshauser hat sich mit dem Regisseur über EINE NEUE FREUNDIN unterhalten. mehr

Interview

Familie ist ein totalitäres Regime

Interview mit Asia Argento

Asia Argento ist die Tochter des Horror- und Giallo-Regisseurs Dario Argento und der Schauspielerin Daria Nicolodi, die in zahlreichen Filmen Argentos auftrat, unter anderem auch in seinen Meisterwerken SUSPIRIA und INFERNO. Ihr Debüt als Schauspielerin hatte Asia mit zehn Jahren in dem von ihrem Vater produzierten Horrorklassiker DEMONI 2. Argento spielte zunächst in zahlreichen italienischen Produktionen, ab 1998 trat sie aber auch in internationalen Filmen als Schauspielerin auf, unter anderem in Abel Ferraras NEW ROSE HOTEL (1998), Patrice Chéreaus LA REINE MARGOT/DIE BARTHOLOMÄUSNACHT (1995), in George A. Romeros LAND OF THE DEAD (2005) und in Sophia Coppolas MARIE ANTOINETTE. INCOMPRESA/MISUNDERSTOOD ist ihr dritter Langfilm als Regisseurin. mehr

Interview

Im Streit fallen mir bessere Dialoge ein

Interview mit Nuri Bilge Ceylan

In diesem Jahr erhielt der radikale Autorenfilmer Nuri Bilge Ceylan die goldene Palme für seine bitter-komische Zustandsbeschreibung der türkischen intellektuellen Oberschicht WINTERSCHLAF. Ceylan liebt es seine Protagonisten in Landschaften und Wetterlagen einzubetten und ihnen bei Alltagsbeschäftigungen zuzusehen. Seine ersten Filme hat er mit minimalen Dialogen inszeniert, in WINTERSCHLAF dagegen wird ständig und im Überfluss geredet. Thomas Abeltshauser hat sich mit Nuri Bilge Ceylan seinen neuesten Film und seine Arbeitsweise unterhalten. mehr

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