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B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin

Enthusiastisches Szeneportrait

In einer rasanten Collage aus TV-Berichten, Videos und Super-8 Filmen erzählt B-MOVIE die Geschichte der musikalisch aufregendsten Zeit in West-Berlin in den frühen achtziger Jahren aus der Perspektive des Engländers Mark Reeder, der 1978 nach Berlin zog und Manager von Malaria wurde.

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B-MOVIE ist eine atemberaubende Collage und eine Liebeserklärung an die West-Berliner Szene in den frühen achtziger Jahren. Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck und Heiko Lange haben gemeinsam mit Mark Reeder das Filmmaterial gesammelt, kompiliert und hinreißend geschnitten. Die Bilder, die sie gefunden haben, zeigen das erste Mal den Zeitgeist der Jahre, als Punk, Hausbesetzer und Avantgarde-Sound die Berliner Szene bestimmten. Mark Reeder, der aus Manchester stammt und 1978 als Vertreter des Joy Division-Labels Factory nach Berlin kam, führt durch den Film und erzählt seine Geschichte der achtziger Jahre. Reeder wird Manager und Mixer von Malaria, und er lernt jeden und jede in der Szene kennen. Reeders Enthusiasmus für die anarchische Aufbruchsstimmung ist ansteckend, im Film wie im richtigen Leben. Er überredet Nick Cave nach Berlin zu ziehen und lässt ihn eine Zeitlang bei sich wohnen. Er organisiert Konzerte mit den Toten Hosen und dem Wahren Heino in Ost-Berlin und schmuggelt Tapes von West nach Ost, um die Ost-Punkszene auf dem Laufenden zu halten. Nach der Wende gründet er das Techno-Label MFS, auf dem die ersten Platten von Westbam und Paul van Dyck erscheinen. Techno sieht Reeder als Fortsetzung von Punk mit anderen Mitteln. B-MOVIE ist ein Spektakel, kein nostalgisch-ironischer Rückblick, wie man das aus Popdokus sonst kennt. Der Film ist ansteckender Aufruf, einfach sein Ding zu machen. „Just do it“, sagt Reeder, mag heute Turnschuhwerbung sein, aber man muss mal wieder zeigen, wo das herkommt. Das haben die von uns gestohlen. Wer die Achtziger miterlebt hat, wird sich freuen, Clubs wiederzusehen, die schon lange verschwunden sind, wie den Dschungel, das Café Mitropa, das sich später in Café M umbenennen musste und das Risiko. Für jüngere Leute ist der Film der authentischste mögliche Eindruck einer extrem aufregenden Zeit.

Tom Dorow

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Details

Deutschland 2015, 92 min
Genre: Dokumentarfilm, Musikfilm
Regie: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange
Drehbuch: Klaus Maeck
Kamera: Till Vielrose
Musik: Mark Reeder, Michael Adam
Verleih: Interzone Pictures
FSK: 16
Kinostart: 21.05.2015

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B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin

Deutschland 2015 | Dokumentarfilm, Musikfilm | R: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange | FSK: 16

In einer rasanten Collage aus TV-Berichten, Videos und Super-8 Filmen erzählt B-MOVIE die Geschichte der musikalisch aufregendsten Zeit in West-Berlin in den frühen achtziger Jahren aus der Perspektive des Engländers Mark Reeder, der 1978 nach Berlin zog und Manager von Malaria wurde.

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