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Echo (2022)

Nachhall vom Krieg

Mit lakonischen, teils theatral anmutenden Dialogen und düsteren Klängen erschafft Regisseurin Mareike Wegener eine Mischung aus verstörendem Provinztatort, gegenwärtigem Echo-Mythos und Geschichtsaufarbeitung im symbolträchtigen deutschen Wald.

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Nach einem Afghanistaneinsatz kehrt Kriminalhauptkommissarin Saskia Harder (Valery Tscheplanowa) in den Polizeidienst in der westdeutschen Provinz zurück. Im winterlich-verhangenen Nirgendwo des fiktiven nordrhein-westfälischen Örtchens Friedland ist eine Moorleiche gefunden worden. Im dunklen Wald beginnen Harder und ihr Kollege Alfons Tenhagen (Andreas Döhler), unterstützt von der schroffen Moormeisterin (Ursula Werner), zu ermitteln – und stoßen auf komische Käuze. Im nahe gelegenen, pittoresken Wasserschloss haust zurückgezogen – samt sprechendem Papagei – Lorenz von Hüning (Felix Römer), der vor Jahrzehnten seine Tochter Beate verlor und sich seitdem seiner Sammlung aus Steinen und Tierskeletten und dem Nymphengemälde Les Oréades widmet. Ist Bea die Tote im Moor? Kommissarin Harder suchen bei ihren Nachforschungen immer wieder Flashbacks aus dem Kriegseinsatz heim, bildlich dargestellt als pinkfarbener Nebel, den eine moderne Echo-Nymphe begleitet.

Mit lakonischen, teils theatral anmutenden Dialogen und düsteren, von der WDR Big Band eingespielten Klängen erschafft Regisseurin Mareike Wegener eine Mischung aus verstörendem Provinztatort, gegenwärtigem Echo-Mythos und Geschichtsaufarbeitung im symbolträchtigen deutschen Wald, die an Saralisa Volms SCHWEIGEND STEHT DER WALD erinnert. Auf mehreren, ineinander verzahnten Ebenen erzählt Wegener auf so schräge wie geniale Weise vom allgegenwärtigen Nachhall des Krieges und von dem Unausgesprochenen, das Wald und Moor verbergen. Spätestens als ein Einheimischer mitten im gespenstisch-beschaulichen Dorf lauthals den „Schuldkult“ und „anerzogenen Selbsthass“ für beendet erklärt, tritt zu Tage, dass nicht nur die Blindgänger im Boden Spuren des Zweiten Weltkriegs hinterlassen haben – in den Köpfen wirkt das Gedankengut nach.

Stefanie Borowsky

Details

Originaltitel: Echo
Deutschland 2022, 98 min
Genre: Drama
Regie: Mareike Wegener
Drehbuch: Mareike Wegener
Kamera: Sabine Panossian
Schnitt: Mareike Wegener
Musik: Thom Kubli
Verleih: Grandfilm
Darsteller: Valery Tscheplanowa, Andreas Döhler, Ursula Werner, Fedja van Huêt
Kinostart: 24.11.2022

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Echo (2022)

(Echo) | Deutschland 2022 | Drama | R: Mareike Wegener | NEUSTART

Mit lakonischen, teils theatral anmutenden Dialogen und düsteren Klängen erschafft Regisseurin Mareike Wegener eine Mischung aus verstörendem Provinztatort, gegenwärtigem Echo-Mythos und Geschichtsaufarbeitung im symbolträchtigen deutschen Wald.

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