
Alle zwei Jahre vergibt das Freudenfluss Netzwerk von Dr. Laura Méritt die PorYes Awards an Filme und Filmemacher*innen, die zeigen, daß explizite sexuelle Darstellungen und Feminismus im Film keine gegensätzlichen Ideen sind. In den vergangenen Jahren wurde unter Anderem ein Film nominiert, der nur deswegen unter "Pornographie" fiel, weil er detailiert zeigte, wie ein Tampon richtig einzusetzen ist. Wobei solche trocken-lehrreichen Beispiele eher die Ausnahme sind und viele der Filme vor aller möglichen Freude nur so strahlen. Das Hauptthema des diesjährigen Festivals sind sprachliche Tricks, die zum Umgehen von Filtern und Algorithmen notwendig geworden sind. Oder in den Worten des Festivals:
"Das höchst polit_ische Motto des diesjährigen PorYes-Awards muss in einem kreativen Seggsssprech formuliert werden, um zunehmende Zensur femiListischer und poli_tischer Inhalte zu umgehen und in Suchmaschinen wie auf Social Media sichtbar zu bleiben. V*ucking sensible - verflixxt sinnvoll, vereint Verstand und Gefühl, die nicht nur in der 5ualität kulturell getrennt werden. Dualismen werden als Macht erhaltende Kategorien kritisiert und aufgelöst. Was kann Femini*st Ho*rn heute bewirken? Beispiele zeigen die ausgewählten Filmschaffenden."
Höhepunkt ist die festliche Preisverleihung mit allen Nominierten, Stargästen und Showeinlagen am 18.10. ab 20 Uhr im Hebbel am Ufer, gefolgt von einer Party, pardon... PorTy, in der Forum Factory.
Am 19. folgt eine Diskussion zum Thema "Wie politisch ist Feminist Porn in Krisenzeiten?" im Sonntagsclub ab 18 Uhr, und am 20. wird in der HU darüber diskutiert, wie sich Sensitivität in der feministischen Pornographie auf den sexuell expliziten Mainstream auswirkt.
PorYes Awards 2025
Datum: 18.10.2025 bis 20.10.2025
www.poryes.de/