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Veranstaltungen, Festivals

ACUD KINO, CITY KINO WEDDING, BUNDESPLATZ-KINO, BROTFABRIK KINO, FSK-KINO, TILSITER LICHTSPIELE

ACHTUNG BERLIN

Das achtung berlin-Festival präsentiert vom 10.-17.4. in 11 Kinos über 80 lange, kurze und „mittellange“ Dok-und Spielfilme, die alle „Made in Berlin/Brandenburg“ sind. Im Eröffnungsfilm KIM HAT EINEN PENIS vom aufstrebenden Regiestar Philipp Eichholtz erfüllt sich Kim einen Herzenswunsch. Ihr Freund liebt sie sehr, ist aber nicht ganz so begeistert von der Neuanschaffung. Auch andere sind verwirrt: DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN von Susanne Heinrich wandert auf der Suche nach einem Schlafplatz durch die Grossstadt. DREISSIG von Simona Kostowa begleitet eine Gruppe Freunde in der Lebenskrise 25 Stunden lang durch Neukölln, in SMILE von Steffen Köhn sucht die Kanadierin Mercedes auf dem Technofestival „Heimat“ nach Nähe, Glück und Intensität, und in LIEBESFILM von Robert Bohrer und Emma Rosa Simon müsste Lenz mal eine Entscheidung treffen.
Die Retrospektive Berlin Acht Neu(n) Null – 30 Jahre Mauerfall stellt je sieben DDR- und BRD-Berlin-Filme von 1979 bis 1999 zu Paaren zusammen und will versuchen, etwas über die verschiedenen Lebenswirklichkeiten zu erfahren. Wie unterschiedlich die waren, zeigen z.B. SOLO SUNNY (1980) von Konrad Wolf und TAGEDIEBE (1985) von Marcel Gisler. Allerdings gab es auch im Westen einen erheblichen Generationsunterschied zwischen der Schlagersängerin Sunny in Konrad Wolfs Film und den mindestens 15 Jahre jüngeren typischen Westberliner New-Wave-Slackern in TAGEDIEBE. Ähnlicher sind sich schwulen Ost-West-Filme WESTLER (1985) von Wieland Speck und COMING OUT (1989) von Heiner Carow. Beide Filmen wirken heute fast prophetisch, beiden ist im Nachhinein anzumerken, dass die deutsch-deutschen Teilung nicht mehr lange aufrecht zu erhalten war. Carows Film kam denn auch direkt am Tag des Mauerfalls in die Kinos. Nach der Wende zeigen sowohl Pia Frankenbergs NIE WIEDER SCHLAFEN und Fred Kelemens VERHÄNGNIS Leute, die durch die Nacht taumeln – aber mit ganz unterschiedlichen Stimmungen. Die Retro wirkt überzeugend kuratiert und sehr aufregend.
Außerdem: Großes Kurzfilmprogramm, Filmgespräche und Parties.

10.-17.4.2019