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Zwingli – Der Reformator

Den Toten geht es gut

Der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt (DER KREIS) hat versucht, den Züricher Reformator Ulrich Zwingli mit einem recht opulenten Historiendrama für die heutige Zeit schmackhaft zu machen.

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1519, zwei Jahre nachdem Martin Luther seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen hatte, wurde Ulrich Zwingli Leutpriester in Zürich. 500 Jahre später erscheint der Film zum Jubiläum. In den nächsten Monaten wird ZWINGLI mit Unterstützung zahlreicher evangelischer Gemeinden in den Kinos zu sehen sein.

Der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt (DER KREIS) hat versucht, den Züricher Reformator mit einem recht opulenten Historiendrama für die heutige Zeit schmackhaft zu machen. Das ist keine leichte Aufgabe. Haupt setzt in seinem auf Hochdeutsch gedrehten Historienfilm vor allem auf den Zugang über die Perspektive von Zwinglis späterer Ehefrau, der Witwe Anna Reinhart. Während sie im Münster für ihren verstorbenen Mann betet, fordert ein Priester sie auf, Geld für eine weitere Totenmesse zu zahlen. Dann reitet Zwingli in die Stadt, erblickt rundum Gewalt, Armut und Ablasshandel und macht sich daran, aufzuräumen. Anna hört seine erste Predigt, in der er die Bibel auf Deutsch vorträgt, später erklärt er ihr, dass es kein Fegefeuer gäbe. Den Toten gehe es gut, es gelte, sich um die Lebenden zu kümmern. Zwingli überlebt, von Anna gepflegt, die Pest in Zürich, verfasst sein „Pestlied“, in dem er sich als „Gefäß Gottes“ bezeichnet, und seine erste Reformationsschrift gegen das Fasten. Die erste „Zürcher Disputation“ mit dem Bischof Faber gewinnt Zwingli, der sich ausschließlich auf die Schrift beruft, und sichert sich damit die Unterstützung des Rats. Weiter geht es um Priesterehen, den Konflikt um die Erwachsenentaufen der radikaleren Täuferbewegung, den Bildersturm, um das Schleifen der Klöster und die Zürcher Bibelübersetzung. Der Konflikt mit Luther wird sehr kurz gestreift, gerade die unterschiedlichen Auffassungen zum Verhältnis von Staat und Kirche kommen gar nicht vor. Zwingli erscheint hier mehr als Vor-Aufklärer denn als bibeltreuer Reformator.

Hannes Stein

Details

Schweiz 2019, 128 min
Sprache: Schweizerdeutsch
Genre: Drama
Regie: Stefan Haupt
Drehbuch: Simone Schmid
Kamera: Michael Hammon
Schnitt: Kaya Inan
Musik: Diego Baldenweg
Verleih: W-Film
Darsteller: Max Simonischek, Sara Sophia Meyer, Charlotte Schwab, Anatole Taubmann, Stefan Kurt
FSK: 12
Kinostart: 31.10.2019

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Zwingli - Der Reformator

Schweiz 2019 | Drama | R: Stefan Haupt | FSK: 12

Der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt (DER KREIS) hat versucht, den Züricher Reformator Ulrich Zwingli mit einem recht opulenten Historiendrama für die heutige Zeit schmackhaft zu machen.

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Acud Kino

25.11. – Mo

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/44 35 94 98, https://acudkino.de/ 18:45

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