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Zuflucht in Shanghai

Dokumentarfilm über die chinesische Stadt Shanghai als Zufluchtsort für knapp 20.000 europäische Juden in den Jahren 1937 bis 1949. Dabei wird das Flüchtlingselend ebenso sichtbar wie die politische Weltlage.

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Der Dokumentarfilm rekonstruiert die jüdische Emigration nach Shanghai mit bisher noch nie öffentlich gezeigtem Filmmaterial aus den dreißiger und vierziger Jahren, Zitaten aus bewegenden Briefen und Schriften von Flüchtlingen sowie durch vier Interviews mit Zeitzeugen. Siegmar Siemons Familie musste fluchtartig Deutschland verlassen und lebte in den überfüllten Flüchtlingsheimen der Hilfskomitees. Mit vierzehn Jahren machte er sich auf die Suche nach Arbeit und konkurrierte dabei, zu niedrigsten Löhnen, mit der chinesischen Bevölkerung. Fred Fields flüchtete Ende 1938 als Achtzehnjähriger, konnte bei der ‘Gelben Post’ und später beim ‘Shanghai Jewish Chronicle’ arbeiten und lernte als junger Zeitungsmann die intellektuelle Seite der Emigration kennen. Ernest Heppner erzählt, wie seine Mutter einen Reisebüroangestellten mit einem impressionistischen Gemälde bestach und bald darauf den Bescheid bekam, daß aufgrund des Selbstmordes eines jüdischen Ehepaares zwei Kabinenplätze auf dem Dampfer Potsdam frei wären. Illo Heppner reiste im Jahre 1940 zusammen mit ihrer Mutter mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Shanghai, wo sie mit ihrem Vater zusammentrafen. Zunächst konnten sie es sich noch leisten, im internationalen Viertel Shanghais in europäischen Verhältnissen zu leben. Dort lernte sie Ernest Heppner kennen.
(Kino Krokodil)

Details

A/USA 1999, 80 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Joan Grossman, Paul Rosdy
Drehbuch: Joan Grossman, Paul Rosdy
Verleih: FREUNDE DER DEUTSCHEN KINEMATHEK
Darsteller: Otto Tausig, Barbara Sukowa
Kinostart: 03.02.2000

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