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Tomorrow is Always Too Long

Hinreißendes Liebeslied an Glasgow

Ein Liebeslied an Glasgow, ein Musical mit den mitreißenden Songs der walisischen Songwriterin Cate Le Bon, gesungen von ganz normalen Leuten und gespielt vom Royal Scottish National Orchestra. Ein umwerfend komischer, rührender, poetischer Film über die Dinge, die das Leben gut machen.

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Auch das ist so notwendig wie Wasser: Filme über die Dinge, die das Leben gut machen. Ein Hund, der bizarre TV-Ratgebersendungen sieht. Ein Pärchen, er eher Punk, sie eher Goth, die in einer Beratung für werdende Eltern sitzen. Dann schiebt er einen Kinderwagen vor sich her, durch eine Vorortsiedlung in Schottland. „Es gab keine Baked Beans mehr“, sagt er, als er bei ihr zuhause ankommt. „Kein Ding“, sagt sie, „Wir haben reichlich“. Vollendetes Glück, also beginnen beide zu singen, natürlich hinreißenden Blue-eyed-Soul, wir sind schließlich in Glasgow. Auf einmal sind wir in einem Musical, in dem die beiden ganz normalen Leute die Stars sind, ein Kind bekommen und sexy Fotos von ihrer schwangeren Bikinifigur machen. „Where the wind licked your face dry“, singt sie mit dem Baby, während er draußen raucht. Dann ist da ein altes Paar auf einem Sofa. Er erzählt wie sie sich verliebt haben, aber nach neun Monaten haben sie sich getrennt, weil sie sich zu jung fühlte, und sein Herz war gebrochen. Eine TV-Beraterin erzählt eine wirr geile Geschichte, und dann erzählt die Frau des alten Paars auf dem Sofa, dass ihr schon zwei Ehemänner gestorben sind, und er reibt sich daneben die Stirn und meint, seine Tochter hätte gesagt, hoffentlich sei er gut versichert. Da sind erst zehn Minuten des Films vergangen, aber man möchte aufspringen in die Nacht hinausschreien: Yeah! Phil Collins! Fuck Yeah! Yeah! Der Film wird von Szene zu Szene besser, ein kleines Mädchen singt „No God! No God!“ und ein Schulmädchen singt „I won’t die! I won‘ t die!“. Als eine Schulklasse aufschreiben soll, was Freiheit für sie bedeutet, steht oben auf dem Blatt: „The right to party!“ Yeah! Phil Collins, director! Die Songs sind von Cate Le Bon, gespielt vom Royal Scottish National Orchestra. Zum auf die Knie sinken.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: Tomorrow is always too long
Großbritannien/Deutschland 2014, 82 min
Sprache: Englisch
Genre: Animation, Dokumentarfilm, Essayistischer Film, Musical
Regie: Phil Collins
Drehbuch: Phil Collins, Ewan Morrison
Kamera: Michael McDonough
Schnitt: Casey Raymond, Cristóvão A. dos Reis
Musik: Cate Le Bon
Verleih: Rapid Eye Movies
FSK: 12
Kinostart: 17.03.2016

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