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Warum ich Euch nicht in die Augen schauen kann

Wie sieht die Welt mit Autismus aus?

Der Dokumentarfilm basiert auf dem gleichnamigen Buch, in dem der damals 13-jährige Naoki Higashida von seiner Perspektive auf die Welt erzählte, und gibt auf vielfältige und sensible Weise Einblick in die Welt von Menschen mit Autismus.

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Vor Kurzem stieß das Angebot einer Supermarktkette in den Sozialen Medien auf Begeisterung: Die „Stille Stunde“, in der es gedimmtes Licht, keine Musik und keine lauten Geräusche gibt, ist vor allem für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung gedacht, damit sie beim Einkaufen weniger Reizen ausgesetzt sind und sich wohler und sicherer fühlen. Aber was bedeutet Autismus eigentlich? 2007 erschien in Japan Naoki Higashidas Buch, das der autistische Junge im Alter von 13 Jahren über sein Erleben verfasste. Der britische Dokumentarfilmregisseur Jerry Rothwell hat den Bestseller nun verfilmt. In WARUM ICH EUCH NICHT IN DIE AUGEN SCHAUEN KANN lässt er nicht nur den Ich-Erzähler aus dem Off erklären, wie er die Welt wahrnimmt, sondern begleitet junge Menschen mit Autismus auf verschiedenen Kontinenten mit der Kamera.

Während Amrit aus Indien sich ihrem Umfeld über beeindruckende Zeichnungen mitteilt, verbindet Ben und Emma in Virginia seit ihrer Kindheit eine besondere Freundschaft. Beide können nicht verbal kommunizieren, doch durch eine Buchstabentafel ist es ihnen mittlerweile möglich, sich auszudrücken. Joss aus England liebt Stromverteilerkästen und kann sie schon aus weiter Entfernung hören. Seine Eltern hoffen auf mehr Verständnis für Menschen mit Autismus in der Gesellschaft, wenn sie nicht mehr für Joss da sein können. In Sierra Leone haben Jestinas Eltern eine Schule gegründet, in der sie erfolgreich über Autismus aufklären und Stigmata bekämpfen. Der Übersetzer des Buches, David Mitchell, selbst Vater eines autistischen Jungen, beschreibt im Film, wie Naoki Higashidas Erfahrungsbericht ihm geholfen hat, seinen Sohn besser zu verstehen. WARUM ICH EUCH NICHT IN DIE AUGEN SCHAUEN KANN gibt auf vielfältige und sensible Weise Einblick in die Welt von Menschen mit Autismus.

Stefanie Borowsky

Details

Originaltitel: The Reason I Jump
Großbritannien 2020, 82 min
Sprache: Englisch
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Jerry Rothwell
Kamera: Ruben Woodin Dechamps
Schnitt: David Charap
Musik: Nainita Desai
Verleih: DCM Film Distribution
Kinostart: 31.03.2022

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