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The Green Prince

Spion für Schin Bet

Anderthalb Stunden lang erzählen zwei Menschen ihre gemeinsame Geschichte: Mosab Hassan Yousef, der als Spion unter dem Decknamen "The Green Prince" jahrelang eine der wichtigsten Quellen für den israelischen Geheimdienst war und sein israelischer Kontaktmann Gonen Ben Yitzhak.

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Anderthalb Stunden lang erzählen zwei Menschen ihre gemeinsame Geschichte: Mosab Hassan Yousef und Gonen Ben Yitzhak. Und auch, wenn Regisseur Nadav Schirman ihre Worte mit atmosphärischen Bildern und Grafiken unterlegt, die an Thriller wie HOMELAND oder ZERO DARK THIRTY erinnern, reicht es einfach, den beiden Protagonisten zuzuhören, um von THE GREEN PRINCE so fasziniert und gefesselt zu sein, als verfolge man eine spannungsgeladene Hollywood-Adaption eines Romans von Robert Ludlum. Doch es handelt sich bei der Erzählung nicht um eine Fiktion vor politischem Hintergrund, sondern um die Lebensgeschichte Mosabs, der sie 2011 in seinem Buch „Sohn der Hamas: Mein Leben als Terrorist“ veröffentlichte. Darin erzählt der Sohn von Scheich Hassan Youssef, eine der führenden Persönlichkeiten und Mitbegründer der Hamas, wie er mit 17 Jahren vom israelischen Geheimdienst Schin Bet aufgegriffen und schließlich angeworben wird, um als Informant zu arbeiten. Während der „grüne Prinz“ schnell zu einer der wichtigsten Quellen des Schin Bet wird, und täglich um das eigene Leben und das seiner Familie fürchten muss, entwickelt er zu seinem Verbindungsagenten Gonen Ben Yitzhak ein ungewöhnlich enges Respekts- und Vertrauensverhältnis, das auch bestehen bleibt, als Yitzhak aus dem Dienst entlassen wird und sich Mosab in die USA absetzt. Dort hat er, aufgrund seines familiären Hintergrundes, mit Restriktionen zu kämpfen, die ihn schließlich die Flucht nach vorn antreten lassen. Mit THE GREEN PRINCE gibt Regisseur Nadav Schirman dieser fesselnden Geschichte Raum. Sie macht Hoffnung, dass auch in einem scheinbar ausweglosen Teufelskreis aus Hass, Gewalt und Gegengewalt vielleicht Menschlichkeit, Respekt und Verbundenheit eine Chance haben.

Jens Mayer

Details

Deutschland/USA/Israel 2014, 95 min
Sprache: Englisch, Hebräisch
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Nadav Schirman
Drehbuch: Nadav Schirman
Kamera: Hans Fromm, Giora Bejach, Raz Degan, Hans Funck
Schnitt: Joëlle Alexis, Sanjeev Hathiramani
Musik: Max Richter
Verleih: Rapid Eye Movies
Darsteller: Mosab Hassan Yousef, Gonen Ben Yitzhak
FSK: 12
Kinostart: 27.11.2014

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