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The Big Short

Vor dem Crash

Der misanthropische Broker Michael Burry ist der erste, der entdeckt, dass etwas gewaltig schief läuft im Markt und arbeitet darauf hin, aus dem kommenden Crash größtmöglichen Gewinn zu ziehen. Doch einige Mitarbeiter werden stutzig und wollen auch unbedingt ein Ticket für den Money Train.

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Das Bankwesen ist eine Parallelwelt ohne moralische Grenzen und Gesetze. Das hat der große Crash 2008 schmerzhaft ins Bewusstsein der Bevölkerung gerufen. Bereits J.C. Chandor’s Thriller MARGIN CALL lieferte dazu einen erschreckenden Blick hinter die Kulissen. Während den Bossen innerhalb der Banken der Schweiß von der Stirn perlte, rieb man sich andernorts die Hände, denn selbst in der Krise gibt es immer jemanden, der profitiert. In THE BIG SHORT ist der misanthropische Broker Michael Burry der erste, der entdeckt, dass etwas gewaltig schief läuft im Markt. Einfachen Amerikanern werden haarsträubende Kredite verscherbelt. Ein Zerplatzen der Immobilienblase ist unausweichlich. Während man sich in den Chefetagen der Kreditinstitute vehement von der offensichtlichen Wahrheit abwendet, bereitet Burry sich darauf vor, möglichst hohe Erträge aus dem Crash zu gewinnen. Er wettet gegen den Immobilienmarkt – eigentlich eine krisensichere Anlage – und kassiert dafür Milliarden von den Banken, die sein Angebot gerne annehmen. Doch einige Mitarbeiter werden stutzig und recherchieren auf eigene Faust. Sie entdecken, dass Burry recht hat und wollen nun auch unbedingt ein Ticket für den Money Train.
Dass die Welt der Banken eine menschenverachtende Branche ist, ist keine wirklich neue Erkenntnis. Sie wird von Regisseur Adam McKay, eigentlich Fachmann für abgedrehte Komödien wie ANCHORMAN, aber gleichermaßen spannend und höchst unterhaltsam aufbereitet. McKays verspielte Handschrift ist deutlich erkennbar, er nimmt den Stoff aber in jeder Minute todernst. Sein exzellentes Ensemble tut es ihm gleich. Allerdings kann einem vor allem in der ersten Hälfte mächtig schwindelig werden, wenn das Fachchinesisch der Finanzwelt im Sekundentakt feuert und Erklärungsversuche durch eingestreute Cameos von Selena Gomez oder Margot Robbie in einer Badewanne eher nach hinten losgehen.

Lars Tunçay

Details

USA 2015, 131 min
Genre: Drama
Regie: Adam McKay
Drehbuch: Adam McKay, Charles Randolph
Kamera: Barry Ackroyd
Schnitt: Hank Corwin
Musik: Nicholas Britell
Verleih: Paramount Pictures Germany
Darsteller: Christian Bale, Brad Pitt, Marisa Tomei, Ryan Gosling, Steve Carell, Selena Gomez, Karen Gillan
FSK: 6
Kinostart: 14.01.2016

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