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Tango Pasión

Paartanz und Glücksversprechen

In Tanzszenen und Interviews mit den Protagonistinnen und Protagonisten der Berliner Tango-Szene bietet TANGO PASIÓN einen Eindruck dessen, was Tango alles sein kann – vom klassischen Gesellschaftstanz bis zur Kontaktimprovisation – und an welchen wildromantischen Orten – von der Bushaltestelle bis Clärchens Ballhaus – der Tango in Berlin überall stattfindet.

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In ihrem Debut SPIRIT BERLIN schickte Kordula Hildebrand ihren Protagonisten durch die ausufernde Esoterik-Szene Berlins. Der Sinnsuchende besuchte Sufis und Buddhisten, probierte Schweigemeditationen, Yoga, Chanting und Klangschalen aus. Auch in Hildebrandts neuem Film TANGO PASIÓN, der viel fokussierter und filmisch ausgereifter ausfällt, geht es um eine Art Glückssuche. Hildebrand porträtiert die Berliner Tango-Szene anhand ihrer Protagonistinnen und Protagonisten. Stephan Wiesner und Ulrike Schladebach, die zusammen als Duo Stravaganza auftreten, Michael Rühl, Veranstalter des Berliner Tangofestivals, oder Brigitta Winkler, Tanzlehrerin und Mitbegründerin von TanzArt, erzählen vom Wiederaufleben der Tango-Manie in den 80er Jahren, als eine Handvoll Enthusiasten den Tango über Astor Piazolla entdeckte. Viele von ihnen gingen später nach Argentinien, um dort weiter zu lernen, und machten zurück in Berlin eigene Tanzschulen auf. Heute zählt die Berliner Tangoszene 300.000 Anhänger und Tänzer wie Constantin Rüger oder Javier Cura kombinieren den klassischen Tango mit modernen Elementen. In den vielen sorgfältig inszenierten Tanzszenen bietet TANGO PASIÓN einen Eindruck dessen, was Tango alles sein kann – vom klassischen Gesellschaftstanz bis zur Kontaktimprovisation – und an welchen wildromantischen Orten – von der Bushaltestelle bis Clärchens Ballhaus – Tango in Berlin überall stattfindet. Zugleich zeichnet TANGO PASIÓN das Bild einer Subkultur, die immer mehr zum Mainstream wird: Es gibt alte Hasen, die um die Wildheit der frühen Jahre trauern, Orthodoxe, die zurück zum klassischen Tango wollen, Modernisierer, die sich eine eigene Berliner Note wünschen und den Literaturwissenschaftler und Musiker Jorge Aravena Llanca, der sich Gedanken darüber macht, was gerade die Deutschen an dem Tanz aus dem fernen, fremden Argentinien so fasziniert.

Toni Ohms

Details

Deutschland 2015, 83 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Kordula Hildebrandt
Drehbuch: Kordula Hildebrandt
Kamera: Daniel Goede, Julian Kazmierczak
Schnitt: Tymnah Pyka
Verleih: Kinostar Filmverleih
FSK: oA
Kinostart: 17.09.2015

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