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Tagebuch einer Biene

Enorm viele Fakten

Aus der Ich-Perspektive erzählen eine Winter- und eine Sommerbiene aus ihrem faszinierenden und kurzen Leben. Die Nahaufnahmen der Bienenkolonie sind rundum spektakulär.

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Ein traumhaftes Tal in den Bergen. Ein Baum auf einer grünen Wiese, davor ein einsamer Bienenkasten. „Der Winter soll sehr schön sein. Ich weiß es nicht. Seit Monaten harren wir hier aus“, beginnt die Winterbiene ihre Erzählung. Später wird die kleine Sommerbiene, die jetzt noch ein Ei in einer der Bienenwaben ist, ihre Erzählung fortführen. Für Erwachsene ist die anthropomorphe Ich-Perspektive der Bienen gewöhnungsbedürftig. Sie ist sichtlich für Kinder konzipiert und betont beispielsweise den solidarischen Zusammenhalt der Bienenkolonie, während das Schicksal der Drohnen, die nach getaner Arbeit einfach aus dem Stock gedrängt werden, eher nebenher vorkommt. In die äußerlich schlicht scheinende Erzählung sind aber enorm viele Fakten eingeflochten, die auch für ein erwachsenes Publikum interessant sind. Minutiös erzählt die Winterbiene, wie die zukünftigen Sommerbienen gehätschelt werden, bis sie selbst den ersten Ausflug wagen und als Scouts oder Honigsammlerinnen das Bienenvolk ernähren. So erfährt man, dass eine Biene 1 Gramm Honig auf 800 km verbraucht, dass Bienen sich nur bei Sonnenlicht orientieren können, oder dass in kargen Zeiten die Nahrung so lange solidarisch geteilt wird, bis, im schlimmsten Fall, alle verhungern. Die Nahaufnahmen, die die Bienen im Flug, im Innern des Bienenstocks, bei der Abwehr von Hornissen oder bei der Besiedelung einer neuen Baumhöhle zeigen, sind rundum spektakulär. Wer hat schon mal im Detail gesehen, wie Bienen einander den Weg vortanzen, Wasser sammeln, um den Nachwuchs zu kühlen, oder wie zwei Königinnen um die Macht kämpfen? Besonders beeindruckend ist eine Szene im Regen, die in Zeitlupe und Großaufnahme verdeutlicht, wie groß und bedrohlich so ein Regentropfen sein kann.

Hendrike Bake

Details

Deutschland 2020, 88 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Dennis Wells
Drehbuch: Dennis Wells, Heile Sperling
Kamera: Brian McClatchy
Schnitt: Stefan Kolbe
Musik: Darren Fung
Verleih: Filmwelt Verleihagentur
FSK: oA
Kinostart: 07.10.2021

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