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Stiller Sommer

Le midi, le midi...

Drei Familienmitglieder und ein Fremder treffen in Nana Neuls Sommerstück in einem Ferienhaus in den französischen Cevennen aufeinander. Neue Liebschaften werden geknüpft und alte Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

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Südfrankreich: Sonne, schöne Landschaft und guter Wein, ausspannen, aussteigen, die Liebe finden. Diese mit dem Mediterranen verbundenen Sehnsüchte bedient der Film STILLER SOMMER – und überrascht dazu mit seinen erfrischenden Dialogen, großartigen Schauspielern und einer im deutschen Kino seltenen Leichtigkeit.
Drei Familienmitglieder und ein Fremder treffen in Nana Neuls (MEIN FREUND AUS FARO) Sommerstück aufeinander. Kristine, um die 50 und in der Krise, hat ihre Stimme verloren. Sie beschließt, eine Auszeit im Feriendomizil der Familie einzulegen. Das liegt in einem Auswandererdorf in den Cevennen, wo noch ein Hauch von Hippietum weht. Tochter Anna knabbert dort schon an der eigenen seelischen Blockade, einer verpatzten Prüfung, und tröstet sich mit Franck, einem sensiblen und sinnlichen jungen Franzosen, der sich durchaus auch für Kristine interessiert. Einige Zeit später reist dann noch Kristines Ehemann Herbert an, der dem libertären Experiment wenig abgewinnen kann und auf seine Art an einer noch viel schlimmeren Sprachlosigkeit leidet als die sprech-gestörte Kristine. Lange ist Herbert die rätselhafteste Figur des Filmes – bis STILLER SOMMER im letzten Drittel überraschend die Perspektive wechselt und die Ereignisse aus Herberts Sicht noch einmal erzählt. Als schließlich auch er seinen Emotionen die Zügel schießen lässt, bricht ein lange unterdrücktes Geheimnis durch die so lässig scheinende Oberfläche der aufgeklärten Aussteigerwelt.
Nana Neul nennt Pasolinis TEOREMA als Inspirationsquelle für ihren Film, mit seinem gewitzten Plot, den schwelenden Leidenschaften und seinem Verständnis für sexuelle Eskapaden erinnert STILLER SOMMER aber durchaus auch an shakespearesche Lustspiele, an "Ein Mittsommernachtstraum" etwa.

Anna Stemmler

Details

Deutschland 2013, 90 min
Genre: Drama
Regie: Nana Neul
Drehbuch: Nana Neul
Kamera: Leah Striker
Schnitt: Isabel Meier, Dora Vajda
Musik: Jörg-Martin Wagner, Henning Grambow
Verleih: Zorro Filmverleih
Darsteller: Dagmar Manzel, Ernst Stötzner, Marie Rosa Tietjen
FSK: 6
Kinostart: 10.04.2014

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