Entfernung über GPS
ab PLZ

Spuren

Gedenken und Mahnung

Neun Männer mit Migrationshintergrund wurden zwischen 2000 und 2007 von rechten Terroristen, dem sogenannten NSU, ermordet. In ihrem einfühlsamen Dokumentarfilm begleitet und interviewt Regisseurin Aysun Bademsoy die Angehörigen dreier Mordopfer, Mehmet Kubaşık, Süleyman Taşköprü und Enver Şimşek.

Mehr

Neun Männer mit Migrationshintergrund wurden zwischen 2000 und 2007 von rechten Terroristen, dem sogenannten NSU, ermordet. Sie lebten in Hamburg, München, Rostock, Dortmund, waren Friseure, Kioskbetreiber, Restaurantbesitzer, Blumenhändler; Väter, Söhne, Ehemänner, Brüder und Freunde. Der Dokumentarfilm SPUREN unternimmt eine Reise quer durch dieses Deutschland, in die dunkelsten Ecken unserer jüngsten Vergangenheit. Regisseurin Aysun Bademsoy besuchte Orte der Verwundung und der Heilung, begleitete und interviewte die Angehörigen dreier Mordopfer, Mehmet Kubaşık, Süleyman Taşköprü und Enver Şimşek. In der Berichterstattung um den NSU fanden sie selten so wirklich statt, die Mütter, Töchter, Brüder, Freund*innen, denen die Nazis dieses Leid angetan hatten. Viele wollten nicht sprechen – zu groß das Misstrauen gegenüber den Medien und der Justiz, von der sie sich im Stich gelassen fühlen. Umso berührender ist es zu sehen, wie zwischen Bademsoy und ihren Gesprächspartner*innen Vertrautheit entsteht. Dem Dokumentarfilm gelingt es, sowohl einfühlsam die sehr ähnlichen und doch so unterschiedlichen Einzelschicksale zu schildern als auch die Systematik und die Tragweite der Mordserie schmerzhaft deutlich werden zu lassen: Alle Opfer waren Kleinunternehmer, hart arbeitende Bürger auf dem Weg in den Mittelstand, die Deutschland zur Heimat gemacht hatten für sich und ihre Familien. „Es [hätte] auch meinen Vater oder meine Brüder treffen können“, beschreibt Aysun Bademsoy, was die Taten des NSU auch für sie und viele andere Deutsche mit Migrationshintergrund bedeuten. SPUREN erzählt nicht in erster Linie vom Sterben, sondern vom Leben dieser Männer und derer, die sie lieb hatten. Er ist ein stilles Gedenken und zugleich eine laute Mahnung an unseren Staat, der den Leidtragenden seines Rassismus noch immer nicht gerecht geworden ist.

Eva Szulkowski

Details

Originaltitel: Spuren – Opfer des NSU
Deutschland 2019, 81 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Aysun Bademsoy
Drehbuch: Aysun Bademsoy
Kamera: Ute Freund, Isabelle Casez
Schnitt: Maja Tennstedt
Verleih: Edition Salzgeber
FSK: 12
Kinostart: 13.02.2020

Website
IMDB

Vorführungen

Vorführungen

Filter
Multiplexe anzeigen

Spuren

(Spuren – Opfer des NSU) | Deutschland 2019 | Dokumentarfilm | R: Aysun Bademsoy | FSK: 12

Neun Männer mit Migrationshintergrund wurden zwischen 2000 und 2007 von rechten Terroristen, dem sogenannten NSU, ermordet. In ihrem einfühlsamen Dokumentarfilm begleitet und interviewt Regisseurin Aysun Bademsoy die Angehörigen dreier Mordopfer, Mehmet Kubaşık, Süleyman Taşköprü und Enver Şimşek.

Vorführungen

fsk-Kino am Oranienplatz

29.02. – Sa

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, post@fsk-kino.de (Eine Reservierung per Email ist bis zu einer stunde vor Vorstellungsbeginn möglich.) 15:00

01.03. – So

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, post@fsk-kino.de (Eine Reservierung per Email ist bis zu einer stunde vor Vorstellungsbeginn möglich.) 15:00

Tilsiter Lichtspiele

HEUTE

TicketsTickets kaufen 15:45

28.02. – Fr

TicketsTickets kaufen 15:45

29.02. – Sa

TicketsTickets kaufen 15:45

01.03. – So

TicketsTickets kaufen 15:45

02.03. – Mo

TicketsTickets kaufen 15:45

03.03. – Di

TicketsTickets kaufen 15:45

04.03. – Mi

TicketsTickets kaufen 15:45

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.