
Neue Notiz
Schwesterherz (2025)
Einsamer Konflikt
Roses Bruder Samuel wird der Vergewaltigung angeklagt, und Rose ringt mit dem Gedanken, dass ein Mensch, der in ihrer Wahrnehmung zugewandt und empathisch ist, eine Frau gegen ihren Willen missbraucht haben soll.
Zwischen Rose und Samuel braucht es nicht viele Worte, man spürt ihre enge Bindung. Rose lehnt sich gerne bei ihrem älteren Bruder an, er strahlt Verlässlichkeit aus. Sie zieht sogar bei ihm ein, als ihre Freundin sie endgültig verlässt. Regisseurin Sarah Miro Fischer arbeitet mit ihrer Kamerafrau Selma von Polheim Gravesen eine natürliche körperliche Vertrautheit zwischen den beiden heraus. Bald aber auch Zweifel. Die sich langsam in Roses Gesicht und in ihren Gesten herausschälen, denn wie aus dem Nichts wird sie bei der Polizei vorgeladen. Gegen Samuel liegt eine Anzeige wegen Vergewaltigung vor. Rose war an besagtem Abend in der Wohnung ihres Bruders, ihre Aussage würde den entscheidenden Unterschied machen.
Marie Bloching, die durch ihre Rolle in „Die Discounter“ einem breiten Publikum bekannt wurde, brilliert in Fischers Langfilmdebut mit Klarheit und Authentizität. Die Kamera verbleibt über Sequenzen ganz nah bei ihr. In Blochings Spiel entwickelt sich, fast körperlich für die Zuschauenden spürbar, was eine Schwester fühlt, die ihren Bruder liebt und deshalb um jeden Preis will, dass es sich um ein Missverständnis handelt. Rose zwingt den Gedanken aus ihrem Kopf, dass ein Mensch, der in ihrer Wahrnehmung zugewandt und empathisch ist, eine Frau gegen ihren Willen missbraucht haben soll. Sie ist aber auch eine Frau, und ganz tief in sich drin weiß sie es besser. Dieser innere Konflikt ist ein sehr einsamer, selbst von ihrer Mutter wird sie allein gelassen. Die Stärke der Erzählung liegt im Fokus auf dieser „dritten Person“, der nicht direkt beteiligten, aber emotional verwobenen Beobachterin*in. Rose verkörpert den vielschichtigen Zugang der Gesellschaft, steht für alle Schwestern, Väter, Freund*innen etc. Deshalb ist Fischers Geschichte so nervenzehrend nah und hallt lange nach.
Originaltitel: Schwesterherz – The Good Sister
Deutschland/Spanien 2025, 96 min
Sprache: Deutsch
Genre: Drama
Regie: Sarah Miro Fischer
Drehbuch: Sarah Miro Fischer, Agnes Maagaard Petersen
Kamera: Selma von Polheim Gravesen
Schnitt: Elena Weihe
Verleih: eksystent filmverleih
Darsteller: Marie Bloching, Anton Weil, Proschat Madani, Laura Balzer, Jane Chirwa
FSK: 12
Kinostart: 08.01.2026
Website
IMDB
Vorführungen

Schwesterherz (2025)
(Schwesterherz – The Good Sister) | Deutschland/Spanien 2025 | Drama | R: Sarah Miro Fischer | FSK: 12
Roses Bruder Samuel wird der Vergewaltigung angeklagt, und Rose ringt mit dem Gedanken, dass ein Mensch, der in ihrer Wahrnehmung zugewandt und empathisch ist, eine Frau gegen ihren Willen missbraucht haben soll.
Kreuzberg
fsk-Kino am Oranienplatz
HEUTE
TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, https://booking.cinetixx.de/frontend/#/eventList/2278359999 OmeU17:45
20.01. – Di
TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, https://booking.cinetixx.de/frontend/#/eventList/2278359999 OmeU17:45
21.01. – Mi
TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, https://booking.cinetixx.de/frontend/#/eventList/2278359999 OmeU17:45
Neukölln
Wolf Kino
HEUTE
TicketsTickets kaufen OmeU19:00
20.01. – Di
TicketsTickets kaufen OmeU16:20
21.01. – Mi
TicketsTickets kaufen OmeU19:00
Prenzlauer Berg
Lichtblick-Kino
20.01. – Di
TicketsKartenreservierung: https://lichtblick-kino.org/programm/ 18:00
21.01. – Mi
TicketsKartenreservierung: https://lichtblick-kino.org/programm/ 18:30
ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.