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Raving Iran

Im Teheraner Underground

Arash und Anoosh sind Deep-House-DJs in Teheran. Um der permanenten Gefahr, verhaftet zu werden zu entkommen, organisieren sie einen Rave in einem abgelegenen Teil der Wüste. Zurück in Teheran, stehen ihnen überall Verbote im Weg, bis sie eine Einladung zur Street Parade nach Zürich erhalten.

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RAVING IRAN zeigt, mit oft wegen der allgegenwärtigen Gefahr auf dem Smartphone aufgenommenen Bildern, den House-Underground in Teheran und die permanente Angst vor der Polizei nicht nur bei den beiden DJs Arash und Anoosh, die gemeinsam eine sehr relaxte Version von Deep House machen und illegale Raves organisieren, sondern auch bei Ravern, Druckern, Restaurantbetreibern, Instrumenten- und Buchhändlern. Zugleich zeigt RAVING IRAN den wahnsinnigen Mut im iranischen Underground.
In Susanne Regine Meures Film sind die Gesichter auf den Raves, außer denen von Arash und Anoosh, unkenntlich gemacht. Der Aufwand für einen illegalen Rave ist immens. Höchstens 40 Leute fahren zu einem horrenden Preis die ganze Nacht, den ganzen Tag lang durch die Wüste, um irgendwann so weit im Nichts zu sein, dass sie auch kein Kamelhirte mehr hören kann - wie beim letzten Mal, als sie verpfiffen wurden. Irgendwann scheint nichts mehr zu gehen, Arash wird bei einer Razzia verhaftet und kommt ins Gefängnis, wo er mit 50 Leuten in einer Zelle eingepfercht sitzt, bis seine Eltern ihn wieder herausholen. Die Begeisterung von Arash und Anoosh und ihre Sehnsucht, der Unterdrückung zu entkommen, zahlt sich schließlich aus, als sie eine Einladung zur Street Parade nach Zürich erhalten, und es ihnen sogar gelingt, ein Visum zu bekommen. Sie recherchieren sofort die Asylmöglichkeiten in der Schweiz und lesen von Fremdenfeindlichkeit. Aus der Schweiz ruft Anoosh seine Mutter an, die sagt: „Bleibt da. Wir wollen nicht, dass ihr zurückkommt. Ich hätte auch gehen sollen, und jetzt sitze ich mit 40 Jahren hier“. Aber Arash hat schon nach zwei Tagen Heimweh…
Susanne Regine Meures hat einen Dokumentarfilm gedreht, dessen Plot wie ein Thriller funktioniert, mit großartigem Sound und fantastischen Bildern, die immer wieder auch auf das verweisen, was nicht gezeigt werden kann.

Tom Dorow

Details

Schweiz 2016, 90 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Susanne Regina Meures
Drehbuch: Susanne Regina Meures
Kamera: Gabriel Lobos, Susanne Regina Meures
Schnitt: Rebecca Trösch
Musik: Ghazal Shakeri
Verleih: Rise and Shine Cinema
FSK: 6
Kinostart: 29.09.2016

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