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Queen & Slim

Polit-Pop

QUEEN & SLIM ist eine Schwarze Bonnie & Clyde-Geschichte, die furios beginnt, dann zum Roadmovie wird, und am Ende das Gefühl hinterlässt, man hätte gerade ein Video zum Entwurf eines Pop-Albums gesehen, das noch nicht existiert.

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Der Debütspielfilm der Video-Regisseurin Melina Matsoukas, die unter anderem Beyoncés „Formation“ und „Lemonade“ gedreht hat, ist eine Schwarze Bonnie & Clyde-Geschichte, die furios beginnt, dann zum Roadmovie wird, und am Ende das Gefühl hinterlässt, man hätte gerade ein Video zum Entwurf eines Pop-Albums gesehen, das noch nicht existiert. Der Film beginnt in einem realistischen Stil: Queen & Slim treffen sich zu einem Tinder-Date. Sie ist eine erfolgreiche Menschenrechts-Anwältin, er ein netter, ambitionsloser Kirchengänger, dessen Nummernschild TRUSTGOD lautet. Es funkt nicht, und das Restaurant gefällt Queen auch nicht: „Findest du das hier wirklich gut?“, fragt sie. „It’s Black owned“ – Die Eigentümer sind Schwarz. Das stiftet dann doch eine gewisse Verbundenheit zwischen beiden, aber nicht genug für ein zweites Date. Auf dem Heimweg führt ein kurzes Gefrickel auf dem Telefon dazu, dass Slims Auto in der Spur schwankt. Die folgende Polizeikontrolle eskaliert nach einem einfachen Satz: „Können Sie sich bitte beeilen? Mir ist kalt“ sagt Slim, und schon ist die Waffe draußen. Als der Polizist auf Queen schießt, kommt es zu einem Gerangel und Slim erschießt den Polizisten. Diese Szenen sind unglaublich präzise geschrieben und inszeniert. Hier der Satz, der eine plötzliche Wende einleitet, da Queens nur angedeutete Bewegung, die sofort die Polizeigewalt auslöst. Dem Film gelingen immer wieder genaue Szenen und brillante Dialoge. Aber wenn Melina Matsoukas die realistische Geschichte in ein politisches Pop-Melodrama überführt, geht nicht nur die Glaubwürdigkeit der Figuren und der Handlung verloren. Der Realismus des Anfangs schwächt auch den Effekt der übergroßen Pop-Gesten, mit denen der Film endet und die zwischendurch wirken wie flüchtig hingeworfene Ideen und überdeutliche Botschaften. QUEEN & SLIM ist ein Debütfilm, der sich viel vornimmt und vielleicht den Keim eines völlig neuen Stils enthält, aber ganz gelungen ist die Form noch nicht.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: Queen and Slim
USA 2019, 132 min
Genre: Drama, Krimi
Regie: Melina Matsoukas
Drehbuch: James Frey, Lena Waithe
Schnitt: Pete Beaudreau
Verleih: Universal Pictures
Darsteller: Daniel Kaluuya, Jodie Turner-Smith, Chloë Sevigny, Sturgill Simpson
FSK: 12
Kinostart: 09.01.2020

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Queen & Slim

(Queen and Slim) | USA 2019 | Drama, Krimi | R: Melina Matsoukas | FSK: 12

QUEEN & SLIM ist eine Schwarze Bonnie & Clyde-Geschichte, die furios beginnt, dann zum Roadmovie wird, und am Ende das Gefühl hinterlässt, man hätte gerade ein Video zum Entwurf eines Pop-Albums gesehen, das noch nicht existiert.

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