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Queen of Earth

Erosion einer Freundschaft

Catherine und Virginia, treffen sich für einen Kurzurlaub im Haus am See von Virginias Familie. Catherine kann die Entspannung gut gebrauchen. Vor Kurzem ist ihr Vater gestorben und kurz darauf hat ihr Freund sie verlassen. Doch zwischen den einstmals besten Freundinnen tun sich immer tiefere Gräben auf.

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Die Geschichte von QUEEN OF EARTH ist schnell erzählt. Zwei gute Freundinnen, Catherine und Virginia, treffen sich für einen Kurzurlaub im Haus am See von Virginias Familie. Catherine kann die Entspannung gut gebrauchen. Vor Kurzem ist ihr Vater gestorben und kurz darauf hat ihr Freund sie verlassen. Alles, was sie jetzt will, ist ein wenig Ruhe und Quality Time mit Virginia. Die sorgt sich zwar um ihre Freundin, hat sich aber auch in den Nachbarn Rich verguckt, den mit Catherine eine beidseitige Abneigung verbindet. Irgendwie ähnelt das Ganze auch sehr dem Urlaub vor einem Jahr, nur, dass da die Rollen etwas anders verteilt waren. Und während sich Gräben zwischen den einstmals besten Freundinnen auftun, zeigt auch Catherine selbst zunehmend Risse.
QUEEN OF EARTH ist ein Kammerspiel, das visuell herausragend inszeniert ist. Der Blick verweilt gerne auf idyllischen Einstellungen vom Haus und dem See davor. Es wird viel geschwiegen und viel beobachtet und wenn etwas gesagt wird, dann meist, daß man nicht darüber reden möchte. Dabei geht die Kamera voll auf Tuchfühlung und zeigt am liebsten nicht das Gesicht der Sprechenden, sondern die Reaktionen derjenigen, die zuhört. Und auch wenn sich die Geschichte und die Hintergründe erst stückchenweise enthüllen, verrät der minimale Retroscore doch schon, dass zwischen den Figuren etwas fundamental im Argen liegt und es wahrscheinlich kein gutes Ende nehmen wird. Nur in welcher Form das Unheil kommen wird, bleibt unklar, was alles nur noch beunruhigender macht. Wie ein guter Freund, an dem man immer mehr negative Aspekte entdeckt, schält sich aus der vermeintlichen Nabelschau über Freundschaft und Liebe ein Psychothriller über Teufelskreise und Abhängigkeit heraus. Manchmal sind es eben nicht die Feinde, die einem weh tun, sondern die, die einem am nächsten und liebsten sind.

Christian Klose

Details

USA 2015, 90 min
Genre: Drama
Regie: Alex Ross Perry
Drehbuch: Alex Ross Perry
Kamera: Sean Price Williams
Schnitt: Robert Greene
Musik: Keegan DeWitt
Verleih: Arsenal Institut
Darsteller: Patrick Fugit, Elisabeth Moss, Kate Lyn Sheil, Keith Poulson, Katherine Waterston, Kentucker Audley
Kinostart: 05.05.2016

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