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Piripkura

Nomaden im Amazonas-Gebiet

Der Regenwald, in dem zwei der letzten drei bekannten Mitglieder des nomadischen Priripkura-Stammes leben, ist geschützt – solange, wie sie dort leben. Eine Suche.

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Vom Stamm der Piripkura im brasilianischen Regenwald leben noch drei Menschen. Rita ist geflohen, als die Weißen ihr Dorf angriffen und lebt jetzt in der Siedlung der Karipuna. Ihr Bruder und Neffe, Pakyi und Tamadua sind am Amazonas geblieben und leben weiterhin, als letzte ihrer Gemeinschaft, als Nomaden. Nur ihretwegen ist das Waldgebiet geschützt und darf nicht gerodet oder betreten werden. Dieser Schutz muss alle zwei Jahre erneuert werden, und so begibt sich Jair, der für die staatliche Agentur für indigene Angelegenheiten FUNAI arbeitet, alle zwei Jahre in den Dschungel um nach Pakyi und Tamadua zu suchen. Die Dokumentarfilmer*innen Renata Terra, Bruno Jorge und Mariana Oliva begleiten ihn bei mehreren solcher Expeditionen. Zweimal stapfen sie erfolglos durch Sumpf und Lianen, dann tauchen die beiden Gesuchten selbst am FUNAI-Stützpunkt auf, weil ihnen, nach fast 20 Jahren, in denen sie sich mit Fackel und Axt als einzigen Werkzeugen durchs Leben geschlagen haben, das Feuer ausgegangen ist.
Das große Verdienst von PIRIPKURA ist, ganz dicht am Faktischen zu bleiben. Wenn Jair eine Feuerstelle oder einen Lagerplatz findet, erfährt man nebenher etwas von den Überlebensstrategien der letzten Piripkura, und wenn er erzählt, dass Weiße in den 1960er Jahren Indigene straffrei töten konnten, oder wenn Rita berichtet, wie sie damals aus dem Dorf flüchtete, öffnet sich kurz ein Blick auf das historische Verbrechen der Eindringlinge. Das ist alles. Der Rest ist Wald, Suche, und eine kurze Begegnung die höflich, gastfreundlich und, ohne Dolmetscher, weitgehend sprachfrei verläuft. Aber Erklärungen sind auch nicht nötig, um zu begreifen, wie prekär die Situation der Indigenen ist. Sie ist seit Fertigstellung des Films noch gefährdeter: Präsident Bolsonaro hat angekündigt, FUNAI zu schließen.

Toni Ohms

Details

Brasilien 2017, 82 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Mariana Oliva, Renata Terra, Bruno Jorge
Drehbuch: Mariana Oliva, Renata Terra
Verleih: mindjazz pictures
FSK: 6
Kinostart: 29.11.2018

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Piripkura

Brasilien 2017 | Dokumentarfilm | R: Mariana Oliva, Renata Terra, Bruno Jorge | FSK: 6

Der Regenwald, in dem zwei der letzten drei bekannten Mitglieder des nomadischen Priripkura-Stammes leben, ist geschützt – solange, wie sie dort leben. Eine Suche.

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