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Meinen Hass bekommt Ihr nicht

Suche nach Halt

Bei dem Attentat im Pariser Club Bataclan verliert der Journalist Antoine Leiris Frau und Tochter. Sein Social Media-Posting „Meinen Hass bekommt ihr nicht!“ geht um die Welt. Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Buches.

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Der Journalist Antoine Leiris schrieb, nachdem seine Frau Hèléne beim islamistischen Massaker im Musikclub Bataclan ermordet wurde, ein Facebook-Posting, das in kürzester Zeit viral ging und am nächsten Tag auf der Titelseite von „Le Monde“ abgedruckt wurde. Das Posting verband tiefste persönliche Betroffenheit mit einer beeindruckenden Widerständigkeit, in die Spirale des Hasses und der Gewalteskalation einzusteigen. Leiris schrieb später über die Erfahrung der ersten Tage nach den Attentaten ein Buch mit dem Titel „Meinen Hass bekommt ihr nicht“, das vor allem einen todtraurigen Mann zeigte, der verzweifelt nach Halt sucht, und ihn am ehesten in der Verantwortung für seinen kleinen Sohn Melvil findet.
Der gleichnamige Film von Kilian Riedhof, der vor allem für seine TV-Dokudramen „Gladbeck“ und „Der Fall Barschel“ bekannt ist, hält sich über weite Strecken minutiös an Leiris‘ Schilderungen. Es geht weniger um Leiris‘ Absichtserklärung, glücklich zu werden, damit sein Sohn nicht von ererbtem Hass zerfressen wird, sondern um das Überleben, wenn der Verlust und Trauer die ganze Welt als fremd erscheinen lässt. Von den zahlreichen Bataclan-Filmen, die in den letzten Monaten herausgekommen sind oder demnächst starten – NOVEMBER über die Polizeiarbeit nach dem Anschlag, der spanische Film FRIEDEN, LIEBE UND DEATH METAL über die Probleme von zwei Überlebenden nach dem Anschlag, und die Netflix-Doku NOVEMBER 13 – ATTACK ON PARIS, eine Chronik der Attentate aus der Perspektive von Überlebenden, Polizisten und Helfern – interessiert sich MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT am wenigstens für das Attentat selbst. Antoine (Pierre Deladonchamps) schaltet den Fernseher aus, wenn Nachrichten über die Täter zu sehen sind. Riedhofs Film zeigt Momentaufnahmen, in denen der Alltag als junger Vater beim Überleben hilft, und solche, in denen Schmerz und Trauer ihn überwältigen.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: Vous n'aurez pas ma haine
Deutschland/Frankreich/Belgien 2022, 102 min
Genre: Drama
Regie: Kilian Riedhof
Drehbuch: Kilian Riedhof, Jan Braren, Marc Blöbaum, Stéphanie Kalfon
Kamera: Manuel Dacosse
Schnitt: Andrea Mertens
Musik: Peter Hinderthür
Verleih: Tobis Filmverleih
Darsteller: Pierre Deladonchamps, Camélia Jordana, Zoé Iorio, Anaïs Dahl
FSK: 12
Kinostart: 10.11.2022

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Meinen Hass bekommt Ihr nicht

(Vous n'aurez pas ma haine) | Deutschland/Frankreich/Belgien 2022 | Drama | R: Kilian Riedhof | FSK: 12

Bei dem Attentat im Pariser Club Bataclan verliert der Journalist Antoine Leiris Frau und Tochter. Sein Social Media-Posting „Meinen Hass bekommt ihr nicht!“ geht um die Welt. Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Buches.

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