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Mein fremdes Land

Spurensuche in Bolivien

Mit 31 Jahren macht sich José Noé Estrada, der bei schwäbischen Adoptiveltern aufgewachsen ist, auf die Suche nach seinen bolivianischen Wurzeln, von denen er als Kind nichts wissen wollte. Dokumentarfilm.

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Was wäre aus ihm geworden, hätte ein schwäbisches Ehepaar José Noé Estrada nicht als Baby adoptiert, ihm den Namen Manuel und ein liebevolles Zuhause gegeben? Wäre er bei seiner leiblichen Mutter im kleinen bolivianischen Bergdorf Yawisla, das sich nur mit Mühe auf der Landkarte finden lässt, zwischen Obstbäumen und Ziegen in einer nur mit dem Allernötigsten ausgestatteten Lehmhütte aufgewachsen? Würde er heute als Erwachsener für wenig Lohn im nahe gelegenen Bergwerk in Potosí arbeiten, wie so viele gleichaltrige Männer aus der Gegend? Diese und andere große Fragen stellt sich Manuel Sosnowski, der sympathische Protagonist des Dokumentarfilms MEIN FREMDES LAND von Johannes Preuss und Marius Brüning – Manuels Kommilitonen.

Freimütig schildert der 31-Jährige darin, wie er als Kind weder etwas über Bolivien wissen noch Bilder von dort anschauen wollte und wie im Erwachsenenalter langsam der Wunsch entstand, sich auf die Suche nach seiner Herkunft und dem Puzzlestück zu machen, das seine Identität vervollständigt. Mit dem spanischsprachigen Diego und der in Bolivien lebenden Dolmetscherin Lourdes, die neben Spanisch auch eine weitere Landessprache, Quechua, spricht, bricht Manuel 2019 zu seinem Geburtsort auf und reflektiert seine Eindrücke hautnah vor der Kamera.

Atemberaubende Naturaufnahmen verbinden Preuss und Brüning im bei der Filmschau Baden-Württemberg als bester Dokumentarfilm ausgezeichneten MEIN FREMDES LAND mit der überraschenden und bewegenden Spurensuche eines jungen Mannes, der sich aufgeschlossen auf das Abenteuer einlässt und neben unerwarteten Glücksmomenten auch überfordernde familiäre Situationen erlebt. Manuels auf feinfühlige Art filmisch eingefangene Reise verändert seinen Blick auf sich selbst und seine Familie, auf Lebenswege und Privilegien.

Stefanie Borowsky

Details

Deutschland 2020, 94 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Marius Brüning
Drehbuch: Marius Brüning, Johannes Preuss
Kamera: Johannes Preuss
Schnitt: Tobias Wilhelmer
Musik: Chiara Strickland
Verleih: Arsenal Filmverleih
Darsteller: Manuel Sosnowski, Diego Gonzalez
Kinostart: 23.06.2022

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Deutschland 2020 | Dokumentarfilm | R: Marius Brüning

Mit 31 Jahren macht sich José Noé Estrada, der bei schwäbischen Adoptiveltern aufgewachsen ist, auf die Suche nach seinen bolivianischen Wurzeln, von denen er als Kind nichts wissen wollte. Dokumentarfilm.

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