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Mantra – Sounds into Silence

Chanting-Doku

Immer mehr Menschen entdecken das „Chanting“, die Gesangsmeditation für sich. Georgia Wyss hat Anhänger und Künstlerinnen besucht und einen euphorischen und unkritischen Dokumentarfilm über die Bewegung gedreht.

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Tagtäglich sind wir einer Flut von Sinneseindrücken ausgesetzt. Die pausenlose Kommunikation überlastet den Geist, Momente der Ruhe werden immer seltener. Zudem treibt die effizienzorienierte Gesellschaft der modernen Welt immer mehr Menschen in die Einsamkeit. Diese Situation lässt viele nach Konzentration, Gemeinschaft und Verbindung streben. Dabei entdecken immer mehr Menschen die Gesangsmeditation. Eine Form ist der sogenannte „Kirtan“, bei dem in der Gemeinschaft Mantras gesungen werden. Das „Chanting“ der traditionellen Klangformel diente in Indien der Untermalung von Yogastunden. In unserer Gegenwart erhält es eine breitenwirksame Bedeutung. Chanting ist im Mainstream angekommen. Das zeigen etwa Grammy-Nominierungen für Stars der Szene wie Deva Premal & Miten, Krishna Das, Jai Uttal und Dave Stringer. Der Dokumentarfilm MANTRA – SOUNDS INTO SILENCE porträtiert Künstlerinnen und Künstler und lässt Menschen an verschiedenen Orten der Welt zu Wort kommen, die diese Form der Meditation für sich entdeckt haben. Auf Konzerten, Festivals, in Alltagssituationen und an ungewöhnlichen Orten wie dem San Quentin Prison bei San Francisco, zeigt der Film von Georgia Wyss, wie sich beim Chanten Grenzen auflösen und Menschen zur Ruhe finden. Ihre Herangehensweise ist euphorisch und unkritisch - immer wieder findet man die gleichen Botschaften mantraartig wiederholt. Es ist schwer, die Faszination für dieses Gemeinschaftserlebnis in Film zu fassen. In einigen Momenten entsteht jedoch ein Zauber, der eine Ahnung des Erlebens vermittelt. In jedem Fall funktioniert MANTRA – SOUNDS INTO SILENCE als Anregung, sich eingehender mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man entdeckt spannende Künstler*innen – auch aus Berlin – und geht tatsächlich ein wenig beseelter aus dem Kinosaal ins Licht des Alltags.

Lars Tunçay

Details

Spanien/ Frankreich/ Griechenland/ Indien/ Russland/ Großbritannien/ USA 2017, 85 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Georgia Wyss, Wari OM
Kamera: Daniel Arvizu, Jordi Azategui, Ismael Joyera, Wari OM
Schnitt: Daniel Arvizu, Georgia Wyss
Verleih: Alpenrepublik
FSK: oA
Kinostart: 07.06.2018

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