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Living – Einmal wirklich leben

Bill Nighy sucht Sinn

LIVING ist ein Remake von Akiro Kurosawas Klassiker IKIRU, mit Bill Nighy in der Rolle des Beamten, der erfährt, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat und sich auf die Suche nach Vergnügen und Sinn des Lebens macht.

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Als Drehbuchautor Kazuo Ishiguro zufällig im selben Taxi wie Bill Nighy saß, offenbarte er ihm spontan die Idee, die Hauptrolle in seiner Neufassung von Akira Kurosawas IKIRU zu spielen. Ein Glücksgriff für beide, dass Nighy zustimmte: Ihm brachte es seine erste Oscar-Nominierung ein, Ishiguro einen Schauspieler, an dessen Stelle man sich nach wenigen Minuten von LIVING keinen anderen mehr vorstellen kann.
Als junger Mann war es Mr. Williams Traum, ein Gentleman zu werden. Einer, der in Anzug und Hut auf den Morgenzug nach London wartet, um wichtiger Arbeit nachzugehen. Er wird zu einem Bilderbuchbürokraten der städtischen Bauverwaltung und führt ein strenges Leben, bis sein Arzt ihn über eine Krebserkrankung unterrichtet. Der Gentleman, den seine Mitarbeiterin zurecht „Mr. Zombie“ nennt, hat kein Jahr mehr zu leben.

IKIRU folgte Mr. Watanabe durch das Tokyo der 1950er und porträtierte einen Mann, der aus Verzweiflung eine Tugend macht, sich gegen die kafkaeske Bürokratie stemmt, die ihn erschaffen hat. LIVING erweckt das London desselben Jahrzehnts zum Leben – und choreografiert das von der Credits-Typografie über die Tweedanzüge bis hin zu steter Überbelichtung durch. Der Film begleitet Mr. Williams bei seiner Suche nach nicht weniger als dem Sinn seines späten Lebens, beim Singen unter Schaustellern, im Kino, zu Tisch mit seinem entfremdeten Sohn. Dabei ist LIVING wie sein Vorbild von einer wohltuenden Bescheidenheit, die ihn davon entbindet, originelle Antworten auf die großen Fragen zu finden – was soll ich tun, was darf ich hoffen? Die Antwort fällt handfest und simpel aus, sie manifestiert sich als Kinderspielplatz. Dass das nicht nur sentimental und allegorisch ist, sondern auch rührend, ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass Bill Nighy damals in genau dieses Taxi stieg.

Christopher Suss

Details

Originaltitel: Living
Großbritannien 2022, 102 min
Genre: Drama
Regie: Oliver Hermanus
Drehbuch: Kazuo Ishiguro
Kamera: Jamie Ramsay
Schnitt: Chris Wyatt
Musik: Emilie Levienaise-Farrouch
Verleih: Sony Pictures
Darsteller: Bill Nighy, Alex Sharp, Aimee Lou Wood, Oliver Chris, Zoe Boyle
Kinostart: 18.05.2023

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Living - Einmal wirklich leben

(Living) | Großbritannien 2022 | Drama | R: Oliver Hermanus

LIVING ist ein Remake von Akiro Kurosawas Klassiker IKIRU, mit Bill Nighy in der Rolle des Beamten, der erfährt, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat und sich auf die Suche nach Vergnügen und Sinn des Lebens macht.

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