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INDIEKINO BERLIN: Filmkritiken
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Letzte Tage in Havanna

Lebensfreude und Melancholie

Seit Schulzeiten sind Diego und Miguel, die sich eine Wohnung teilen, Freunde. Jetzt liegt Diego, der an AIDS erkrankt ist, im Sterben und Miguel hofft auf ein Visum für die USA, das ihn aus Havanna herausholen könnte.

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„Wie kannst du dir vom Kommunismus die Lust am Sex verderben lassen?“, fragt Diego (Jorge Martínez) halb im Spaß, halb echt empört Miguel (Patricio Wood), seinen Freund seit Schulzeiten. Obwohl die beiden Männer unterschiedlicher nicht sein könnten, leben sie gemeinsam in einer ärmlichen kleinen Wohnung mitten in Havanna, vereint durch einen Lebensweg, der es oft nicht gut mit ihnen meinte. Dennoch sprüht Diego vor Lebenslust - wann immer er noch die Kraft dazu aufbringen kann, denn wegen seiner AIDS-Erkrankung sind seine Tage gezählt. Der in sich gekehrte Miguel kümmert sich beharrlich um seinen sterbenden schwulen Freund und erträgt sein tristes Leben als Tellerwäscher stoisch, einzig angetrieben von der Hoffnung auf ein Visum für die USA, das vielleicht nie in der Post sein wird. Alles, was ihm in der Zwischenzeit bleibt, ist – etwas plakativ – allabendlich die Landkarte zu studieren. Während draußen in den Straßen und Häusern der kubanischen Hauptstadt das Leben pulsiert, und die Menschen schreiend, singend und debattierend ihr Schicksal meistern, entfaltet sich die Freundschaft der Männer über weite Strecken in einem Kammerspiel. Dem Film, der auf der Berlinale Premiere feierte und dessen Regisseur Fernando Pérez sich bereits als Dokumentarfilmer seiner Heimatstadt Havanna gewidmet hat, gelingt dabei die Balance zwischen Melancholie und Lebensfreude – getragen von seinem Darsteller Patricio Wood, dessen Traurigkeit man fast körperlich spürt und der Präsenz des fantastisch unterhaltsamen Jorge Martínez. Dann taucht spät im Film überraschend auch noch eine Verwandte von Diego auf und bringt Leben, Menschen und sogar Tiere ins Haus. Ihr gehört auch die letzte Szene des Films, eine der eindrücklichsten, die man in den letzten Monaten im Kino gesehen hat.

Katharina Franck

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Details

Originaltitel: Últimos días en La Habana
Spanien/Kuba 2016, 93 min
Genre: Drama, Liebesgeschichte
Regie: Fernando Pérez
Drehbuch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez
Kamera: Raul Pérez Ureta
Schnitt: Sergio Sanus
Verleih: Kairos Filmverleih
Darsteller: Yailene Sierra, Jorge Martínez, Gabriela Ramos, Patricio Wood
FSK: 18
Kinostart: 25.01.2018

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Letzte Tage in Havanna

(Últimos días en La Habana) | Spanien/Kuba 2016 | Drama, Liebesgeschichte | R: Fernando Pérez | FSK: 18

Seit Schulzeiten sind Diego und Miguel, die sich eine Wohnung teilen, Freunde. Jetzt liegt Diego, der an AIDS erkrankt ist, im Sterben und Miguel hofft auf ein Visum für die USA, das ihn aus Havanna herausholen könnte.

Vorführungen

fsk-Kino am Oranienplatz

25.02. – So

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/614 24 64, post@fsk-kino.de (Eine Reservierung per Email ist bis zu einer stunde vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmU11:15

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