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INDIEKINO BERLIN: Filmkritiken
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Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

Porträt der Karma-Kagyü-Missionarin

Liebevolles Filmporträt der Dänin Hannah Nydahl, die zusammen mit ihrem Mann Ole Nydahl unermüdlich an der Verbreitung des Buddhismus im Westen gearbeitet hat.

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Nicht nur bei handelsüblichen Biopics, auch bei Dokumentarfilmen stellt sich die Frage, ob man in 90 Filmminuten dem Leben eines Menschen gerecht werden kann. Nach Sichtung dieses, nicht einmal eineinhalb Stunden zählenden Filmporträts, hat man den Eindruck, einer besonderen, von ihrer Mission gänzlich erfüllten Frau, näher gekommen zu sein. Hannah Nydahls Lebens-Mission war der Buddhismus. 1968 geht sie, 22-jährig, mit ihrem Mann Ole Nydahl von Kopenhagen nach Kathmandu. In Nepal begegnen sie einem Mann, der ihr Leben verändert: dem 16. Karmapa, geistiges Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie des tibetischen Buddhismus. Fürderhin widmen sich die Nydahls der buddhistischen Lehre; nach einigen Jahren verabschiedet sie Karmapa mit den Worten: „Ich will, dass ihr den Buddhismus in den Westen bringt“.
Ole und Hannah sind zehn und fünf Jahre alt als sie sich erstmals begegnen. Sie verbringen einen Großteil des Lebens miteinander, in 28 Reisejahren besuchen sie über 80 Länder und gründen mehr als 500 Meditations-Zentren. Stets, diesen Eindruck muss man beim Betrachten der vielen bewegten und unbewegten Archivbilder einfach gewinnen, stets beseelt davon, den Buddhismus hinaus in die Welt zu tragen. Einmal heißt es im Film: „Sie waren ein vollkommenes Team“. Eine Einheit, die durch Hannahs Krebs-Tod im Jahr 2007 auseinander fällt. „Es ist wie eine Amputation“, sagt Ole Nydahl, der sich, inzwischen 76-jährig, weiter als Lama seiner Religion widmet. Diesen inspirierenden Film, der sich nur hie und da zu sehr in für Außenstehende kaum nachvollziehbare Streitigkeiten innerhalb der Karma-Kagyü-Linie verliert, haben Adam Penny und Marta György-Kessler inszeniert. Letztere ist nicht nur selbst Buddhistin, sie reiste auch viele Jahre mit Hannah und Ole. Es ist wohl auch diese Nähe der Regisseurin zu ihren Protagonisten, die zum Gelingen des Films beiträgt.

Matthias von Viereck

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Details

Originaltitel: Hannah: Buddhism's Untold Journey
Deutschland/ Dänemark/ Ungarn/ Spanien/ Großbritannien/ Indien/ Honkong/ Nepal 2014, 90 min
Genre: Dokumentarischer Film, Biografie
Regie: Marta György-Kessler
Drehbuch: Marta György-Kessler, Adam Penny
Kamera: Guy Nisbett
Verleih: W-Film
FSK: 12
Kinostart: 18.01.2018

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Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

(Hannah: Buddhism's Untold Journey) | Deutschland/ Dänemark/ Ungarn/ Spanien/ Großbritannien/ Indien/ Honkong/ Nepal 2014 | Dokumentarischer Film, Biografie | R: Marta György-Kessler | FSK: 12

Liebevolles Filmporträt der Dänin Hannah Nydahl, die zusammen mit ihrem Mann Ole Nydahl unermüdlich an der Verbreitung des Buddhismus im Westen gearbeitet hat.

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