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Giovanni Segantini – Magie des Lichts

Hypnotisierendes Künstlerporträt

In seiner Dokumentation über den schillernden Landschaftsmaler Giovanni Segantini, Zeitgenosse von van Gogh, Monet und Gauguin, begibt sich Regisseur Christian Labhart auf eine Reise zwischen Fiktion und Dokumentation die Segantinis Bilder mit den Stationen seines Lebens verknüpft.

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Der Maler Giovanni Segantini (1858-1899) war ein Zeitgenosse von van Gogh, Monet und Gauguin. Offiziell ausgezeichnet, dann wieder vernachlässigt oder aufgrund seiner Beliebtheit beim Publikum in die Nähe der Volkskunst gestellt, fällt es nicht leicht, ihn einer einzelnen Kunstströmung zuzusprechen. So wurde er als Idyllenmaler bezeichnet, vom Symbolismus vereinnahmt, den Neoimpressionisten, aber auch den Realisten zugeordnet und als „Erneuerer der Alpenmalerei“ geschätzt. Mag die Verwirrung Teils der Unschärfe dieser Begriffe geschuldet sein, so deutet sie doch auch darauf hin, dass Segantinis Werk eine gewisse Bandbreite und Spannung aufweist. Regisseur Christian Labhart umgeht in der MAGIE DES LICHTS geschickt die Fallstricke solch akademischer Diskurse und vertraut auf die Strahlkraft von Segantinis Gemälden. Eine hochauflösende Kamera erkundet die Bilder und bringt die Berglandschaften auf der Kinoleinwand zum Leuchten. Gemeinsam mit den darüber gesprochenen Texten (u.a. von Bruno Ganz) und der emotionalen, auch nachdenklichen Musik entsteht ein hypnotischer Sog, der fraglos hinnehmen lässt, wenn die Kunstwerke abgelöst werden von Kamerafahrten zu den Lebensstationen Segantinis. Der Film begibt sich auf eine Reise zwischen Fiktion und Dokumentation, auf der Suche nach der Person des Künstlers und seinem künstlerischen Wollen. Dabei kommen viele Selbstzeugnisse zum Einsatz, die durch die klaren Schilderungen der dramatischen Kindheit und Jugend Segantinis berühren. Ergänzt werden diese durch Auszüge der Romanbiografie „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib (2009). Labhart verzichtet auf Interviews oder die Vorführung von Recherchen. MAGIE DES LICHTS entführt das Publikum in eine Welt, in der Segantinis Leben ebenso faszinierend wirkt wie seine Bilder.

Anna Stemmler

Details

Schweiz 2015, 82 min
Genre: Biografie, Dokumentarfilm
Regie: Christian Labhart
Drehbuch: Christian Labhart
Kamera: Pio Corradi
Schnitt: Annette Brütsch
Musik: Paul Giger
Verleih: mindjazz pictures
FSK: oA
Kinostart: 10.09.2015

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