Entfernung über GPS
ab PLZ

Ein Geschenk der Götter

Ulm im Nebel

Die Schauspielerin Anna verliert ihren Job am Stadttheater und muss sich arbeitslos melden. Auf dem Amt hat die eifrige Sachbearbeiterin eine blendende Idee: Anna könnte ja einspringen und eine Fortbildungsmaßnahme leiten, einen Theaterworkshop als Lückenfüller bis die PCs für die Weiterbildung da sind.

Mehr

Die Schauspielerin Anna (Katharina Marie Schubert) verliert ihren Job am Stadttheater und muss sich arbeitslos melden. Auf dem Amt hat die eifrige Sachbearbeiterin Frau Schnallenberger eine blendende Idee: Anna könnte ja einspringen und eine Fortbildungsmaßnahme leiten, einen Theaterworkshop als Lückenfüller bis die PCs für die Weiterbildung da sind. Weder Anna noch die Weiterzubildenden – ein hübsch-demokratischer Querschnitt vom arbeitslosen Akademiker über die rückenkranke Erzieherin und die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz bis hin zu Dimitri, der von einem vegetarischen griechischen Restaurant träumt – haben keine besondere Lust, aber sie haben auch keine Wahl. Und so arbeitet man sich durch die üblichen Theateraufwärm- und Kennenlernspielchen bis zur Antigone vor. Als Frau Schnallenberger den Fortbildungsteilnehmern den Proberaum wegnimmt, machen diese in der Werkstatt von Tischler Hubert alleine weiter. Bei Oliver Haffner ist das kein großartiger Triumph über die Umstände, geschweige denn ein gelungener Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit. Seine bodenständige Geschichte bleibt immer alltäglich, erzählt vor allem von gemeinsam verbrachter Zeit und der Freude an einem gemeinsamen Projekt. Ob die Aufführung am Ende gut oder schlecht ausfällt, ist dabei gar nicht so wichtig. EIN GESCHENK DER GÖTTER ist sehr sympathisches Ensemble-Kino mit viel Humor. Haffner mag alle seine Charaktere und er kennt und liebt das Theater. Die Theaterszenen mit Tini Prüfert als biestiger Konkurrentin und Bernd Grawert als verlogenem Intendanten („Ich werde das nicht zulassen, dass Sie hier zur Altlast werden“) gehören zu den lustigsten des Films. Für seine Komödie erhielt Oliver Haffner den Publikumspreis des Münchener Filmfestes.

Hendrike Bake

Details

Deutschland 2014, 100 min
Sprache: Deutsch
Genre: Drama, Komödie
Regie: Oliver Haffner
Drehbuch: Oliver Haffner
Kamera: Kasper Kaven
Schnitt: Anja Pohl
Musik: Franz Schubert
Verleih: Arsenal Filmverleih
Darsteller: Paul Faßnacht, Adam Bousdoukos, Rick Okon, Katharina M. Schubert, Canan Kir
FSK: oA
Kinostart: 09.10.2014

Website
IMDB

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.