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Djon Africa

Identitätssuche auf den Kapverden

Der 25-jährige Miguel fliegt in seine Heimat, die Kapverdischen Inseln, die er nur aus Erzählungen kennt, macht sich dort auf die Suche nach seinem Vater und findet vor allem sich selbst.

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Er ist ein Rumtreiber, ein Lebemann: Der 25jährige Miguel lebt in Lissabon bei seiner Großmutter, die ihn aufgezogen hat, seit er drei war. Seine Zeit verbringt Miguel damit, das Leben zu genießen, mit Frauen zu flirten oder einer Kumpanin beim Ladendiebstahl zu helfen. Doch dann wird er auf der Straße erkannt - zumindest fast: Sein Vater ist gemeint, den Miguel kaum kannte und auf dessen Suche er sich nun macht. Zum ersten Mal fliegt Miguel in seine Heimat, die Kapverdischen Inseln, eine ehemalige portugiesischen Kolonie vor der Westküste Afrikas. Geleitet von vagen Hinweisen macht er sich auf die Suche nach seinem Vater und findet vor allem sich selbst.
Hauptdarsteller des Films von Joao Miller Guerra und Filipa Reis ist der Musiker Miguel Moreira, mit dem das brasilianische Regieduo vor einigen Jahren schon den Dokumentarfilm „Li ké terra“ gedreht hatte. Damals beobachteten sie den 16jährigen Miguel bei einer ersten Rückkehr in seine Heimat, nun haben sie eine Art Fortsetzung gedreht, die sich lose zwischen Fakt und Fiktion bewegt. Auch in DJON AFRICA treten nur Laien auf, die mehr oder weniger Variationen ihrer selbst spielen: Miguel natürlich, die vielen Frauen, die ihm auf seiner Reise begegnen, vor allem aber die alten Einwohner der Inseln. In ihren von einem Leben im Freien gezeichneten Gesichtern, die ähnlich zerfurcht wirken wie die kargen Landschaften, spiegelt sich die Melancholie der Inseln im Atlantik.
Das Leben auf den Kapverden ist auch durch das Exil geprägt, die Notwendigkeit ins Ausland zu gehen, um die Verwandten daheim zu unterstützen. Das Band, das dennoch zwischen Exilanten wie Miguel und seiner Heimat, die er nur aus Erzählungen kennt, besteht, bestimmt die Atmosphäre dieses ebenso gelassenen Films.

Michael Meyns

Details

Portugal/Brasilien/Kap Verde 2018, 90 min
Sprache: Portugiesisch
Genre: Roadmovie, Drama
Regie: Filipa Reis, João Miller Guerra
Drehbuch: Pedro Pinho, João Miller Guerra
Kamera: Vasco Viana
Schnitt: Eduardo Serrano, Ricardo Pretti, Luisa Homem
Verleih: Steppenwolf
Darsteller: Miguel Moreira, Isabel Cardoso
Kinostart: 31.10.2019

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Portugal/Brasilien/Kap Verde 2018 | Roadmovie, Drama | R: Filipa Reis, João Miller Guerra

Der 25-jährige Miguel fliegt in seine Heimat, die Kapverdischen Inseln, die er nur aus Erzählungen kennt, macht sich dort auf die Suche nach seinem Vater und findet vor allem sich selbst.

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