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Die Mission der Lifeline

Seenotrettung im Mittelmeer

Während in Deutschland Pegida und AfD gegen flüchtlinge hetzen, bemüht sich die „Lifeline“ im Mittelmeer, Schiffbrüchige vor dem Ertrinken zu retten.

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Als der „patriotische“ Mob in Dresden auf die Straße ging, beschloss Axel Steier, selbst aktiv zu werden. Er brachte Hilfsgüter zu Flüchtlingstrecks auf der Balkanroute, bis die durch Merkels Deal mit dem Erdogan-Regime geschlossen wurde. Dann gründete Steier den Verein „Mission Lifeline“ und sammelte Spenden für ein Boot, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu retten.
Markus Weinberg dokumentiert in MISSION LIFELINE eine Rettungsmission des Schiffes „Lifeline“ auf dem Mittelmeer. Als die Besatzung gleich drei Flüchtlingsboote entdeckt, zwei davon Schlauchboote, von denen eines Luft verliert, wird die Situation gefährlich, zumal auch noch die sogenannte „Libysche Küstenwache“ auftaucht und in internationalen Gewässer auf die Lifeline schießt. Während das Schlauchboot sinkt, ist nur ein Beiboot der Lifeline beim Schlauchboot und wartet auf die Genehmigung der Einsatzzentrale, Menschen an Bord zu nehmen, und auf das Eintreffen des Mutterschiffs. Aber das ist in der Hand der Libyer. Die Disziplin der Retter, aber auch der Menschen an Bord des sinkenden Bootes ist fast unglaublich, ebenso die Freude und Erleichterung, als die Menschen das sichere Deck der Lifeline erreichen. Parallel zeigt Weinberg Bilder des Mobs in Dresden, der „Absaufen“ grölt und die eigene Barbarei als „Patriotismus“ verklärt. Während eines Interviews mit Axel Steier, dem Gründer des Vereins, mischt sich eine Dresdner Rentnerin ein, beschimpft die Filmemacher und bezeichnet Flüchtlingen als Invasoren.
2262 Menschen sind 2018 laut UNO-Angaben im Mittelmeer ertrunken. Im deutschen Bundestag sitzen 709 Abgeordnete. 499 von ihnen haben den Osterappell zur Seenotrettung nicht unterzeichnet. „Absaufen!“ müssen diese Extremisten nicht erst grölen, sie haben sich dem Willen des Mobs gebeugt.

Tom Dorow

Details

Deutschland 2019, 68 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Markus Weinberg, Luise Baumgarten
Kamera: Dino von Wintersdorff, Markus Weinberg
Schnitt: Luise Baumgarten
Musik: Sophia Crüsemann
Verleih: ravir-film GbR
FSK: 12
Kinostart: 23.05.2019

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