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Abrir puertas y ventanas

Offene Türen und Fenster

ABRIR PUERTAS Y VENTANAS ist ein Film, der von Licht, Musik, zurückhaltenden Stimmungen und vorsichtigen Entwicklungen lebt. Er beginnt im Sommer und endet im nächsten Frühling. Das Wetter spielt eine wichtige Rolle, die Hitze, der Regen, der Moment, in dem es kühl wird. Drei Schwestern leben gemeinsam im Haus ihrer Großmutter, die vor kurzem verstorben ist.

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ABRIR PUERTAS Y VENTANAS ist ein Film, der von Licht, Musik, zurückhaltenden Stimmungen und vorsichtigen Entwicklungen lebt. Er beginnt im Sommer und endet im nächsten Frühling. Das Wetter spielt eine wichtige Rolle, die Hitze, der Regen, der Moment, in dem es kühl wird. Drei Schwestern leben gemeinsam im Haus ihrer Großmutter, die vor kurzem verstorben ist. Marina, die älteste, geht zur Uni, bezahlt die Rechnungen und hält den Laden so gut es eben geht am Laufen. Sofia, die mittlere, interessiert sich anscheinend zunächst für ihre Garderobe, durchsucht Schubladen und zickt ihre Schwestern öfters an. Sie hat mehr Geld, als sie haben sollte. Violetta, die jüngste, geht noch zur Schule, aber ob sie dort wirklich erscheint, ist unsicher. Meistens liegt sie in Slip und T-Shirt auf dem Sofa herum.
Einmal sitzen die Schwestern nebeneinander auf dem Sofa. Violetta legt „Back to stay“ von Bridget St. John auf, aus der Plattensammlung der Großmutter. Marina und Sofia singen leise mit: „And though you say you'll journey to some foreign land/I'll remember you, yes, and I'll be true to your memory/ And there´s no need for you to cry”. Violetta schaut in eine andere Richtung und weint. Die Szene ist auch eine Vorahnung darauf, dass Violetta später plötzlich abreisen wird und einen Zettel auf dem Küchentisch hinterlassen wird, auf dem steht, sie sei „sehr weit weg“. Regisseurin Milagros Mumenthaler hat eine argentinische Generationserfahrung verfilmt: Die Eltern flohen vor dem faschistischen Militärregime, viele junge Argentinier wuchsen bei den Großeltern auf. Ihr Film ist wie ein langes Zögern zwischen Abfahren und Ankommen, Bewahren und Ausräumen, Neid und Zärtlichkeit - so sanft wie sein Soundtrack, auf dem neben dem argentinischen Folkmusiker Fran Gayo auch ein Song von Linda Perhacs zu hören ist, der leisesten Psychedelikerin der Popgeschichte.

Tom Dorow

Details

Schweiz/Argentinien 2011, 99 min
Genre: Drama
Regie: Milagros Mumenthaler
Drehbuch: Milagros Mumenthaler
Kamera: Martín Frías
Schnitt: Gion-Reto Killias
Verleih: One Filmverleih
Darsteller: María Canale, Martina Juncadella, Ailín Salas, Julián Tello
Kinostart: 25.09.2014

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