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Above and Below

Mars und Abwasserkanal

Ein Paar, das in einem Abwasserkanal wohnt, ein Einsiedler in einem alten Militärbunker, eine Army-Veteranin, die zum Mars fliegen will. Ein visuell wuchtiger und bewegender Dokumentarfilm über Menschen, die dort leben, wo die Welt aufhört.

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ABOVE AND BELOW beginnt wie ein Horrorfilm: Ein Mann läuft durch einen Kanalisationsschacht und erzählt, wie er hier einmal den Geist eines Mädchens gesehen hat, deren Familie in diesem Schacht wohnte, bis ein starker Regen die Kanalisation flutete und die gesamte Familie ertrank. Dann stapfen Astronauten über den Mars, stets bemüht den Sichtkontakt nicht zu verlieren. Ist das ein Science Fiction Film? ABOVE AND BELOW ist ein Dokumentarfilm, der aussieht wie das Reale, hätte Stanley Kubrick es gefilmt. Jedes Bild eine perfekte Komposition, jede Szene eine Hymne auf das Leben und seine Zerbrechlichkeit, ein Lied von oben und unten, physikalisch-geographisch, ökonomisch und metaphysisch. Es geht um drei Menschen, die das Leben auf der Erde auf die eine oder andere Art hinter sich gelassen haben: um April, eine Frau, die gern zum Mars fliegen würde und in einer Mars-Forschungsstation lebt, um Dave, einen Einsiedler, der in einem ehemaligen Militärbunker in der Wüste wohnt, und um Cindy und Rick, ein Paar, das in der Kanalisation von Las Vegas lebt. Rick sagt: „Wer noch nicht hier unten gelebt hat, weiß nicht, was Leben ist. Das da oben ist ein Schein.“ ABOVE AND BELOW handelt vom Jenseits des Schleiers, ohne dabei esoterisch zu werden. April und Dave sind Army-Veteranen. Beide wirken schwer traumatisiert. Rick und Cindy sind abhängig von Crystal Meth. Cindy hat eine Couch besorgt, ein abgewracktes Ding auf dreieinhalb Beinen. Sie hievt das Ding über einen Zaun. Dahinter ist der Abwasserkanal, ihr Zuhause. Sie freut sich über das neue Möbel und schaltet eine Effekt-Lampe an, die sie im Müll gefunden hat. „Man vergisst fast, dass man in einem Tunnel ist. Es ist, als könnte man die Sterne berühren.“ sagt sie. Ein großer Kinofilm und eine postapokalyptische Ballade über das Verschwinden, über Glück und Verzweiflung am Rand der Welt.

Tom Dorow

Details

Deutschland/Schweiz/USA 2015, 120 min
Sprache: Englisch
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Nicolas Steiner
Drehbuch: Nicolas Steiner
Kamera: Markus Nestroy
Musik: Paradox Paradise, Jan Miserre, John Gürtler
Verleih: déjà vu Filmverleih
Darsteller: Edward Cardenas, Cynthia Goodwin, Richard F. Ethredge
Kinostart: 25.02.2016

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