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Filmrauschpalast

1991 zog der Filmrausch e.V. in die ehemalige Fleischerei des preußischen Heeres in der Lehrter Straße in Moabit. Innerhalb eines Monats wurde das Gebäude entrümpelt und die Kulturfabrik Lehrter Straße eröffnete, mit dem Filmrauschpalast im ersten Stock des Hinterhauses und dem Open-Air-Kino „Windlicht“ im zweiten Hinterhof. Seit mindestens fünf „Generationen“ wird das Kino inzwischen ehrenamtlich betrieben. Das Bier ist für Filmvorführer umsonst, aber Geld gab und gibt es keins. Das Indoor-Kino zeigt regulär drei Filme am Tag, dazu kommen zahlreiche Einzelveranstaltungen, die in Kooperation mit Initiativen oder engagierten Einzelpersonen organisiert werden wie z.B. die Filmreihe ab:sicht und das „Favourites Filmfestival“. Mehr

Anarchie im Wandel
Als Ende der 80er Jahre das Ballhaus Tiergarten an der Perlerberger Straße, eine beliebte Discothek in einer prächtigen Gründerzeit-Villa mit riesigem, parkähnlichem Garten schloss, bildete sich eine Gruppe aus verschiedenen Moabiter Kulturinitiativen, die das stadteigene Gebäude wieder beleben wollte. Darunter war auch der Filmrausch Moabit e.V., eine Gruppe von sieben Leuten, die vorher mit einem 16mm-Projektor durch Moabiter Kneipen getingelt war. Die Kulturinitiative sollte gerade den Zuschlag für das vor dem Mauerfall wertlose Grundstück bekommen, als die Mauer fiel. Inzwischen beherbergt das für den Filmrauschpalast ursprünglich angepeilte Gebäude die usbekische Botschaft. Der Filmrausch e.V. zog 1991 in die um die Ecke gelegene ehemalige Fleischerei des preußischen Heeres, in der der Schutt einen halben Meter hoch lag. Innerhalb eines Monats wurde das Gebäude entrümpelt und die Kulturfabrik Lehrter Straße eröffnete, mit dem Filmrauschpalast im ersten Stock des Hinterhauses und dem Open-Air-Kino „Windlicht“ im zweiten Hinterhof.
Der Filmrauschpalast wurde von Anfang an ehrenamtlich betrieben. Das Bier ist für Filmvorführer umsonst, aber Geld gab und gibt es keins. Inzwischen sind mindestens fünf Generationen durch den Verein gezogen, die das Kino ganz unterschiedlich verstanden haben. Ein Dauerhit der ersten Jahre war das Schlechtival, das wirklich schlechte Filme und noch schlechtere Künstler zu Karlsquell-Pilsener servierte. Das Schlechtival wollte sich konsequent absetzen von der ironischen Goutierung schlechter Kunst, die angeblich „so schlecht ist, dass sie schon wieder gut ist“. Das Koloraturrülpsen, die Vorträge über Kunst- und Naturschlechtes und Ausdruckstänze zu improvisierter Zwölftonmusik taugten dann auch ebenso wenig etwas wie die Verspannungsmeditationen, die beim Schlechtival präsentiert wurden. 2011 musste das Schlechtival schließen, auch weil das miserable Publikum in der Zwischenzeit für einige tiefe Fleischwunden bei den sog. Künstlern gesorgt hatte. Die übernächste Generation erfand dann das Filmschnipsel-Kararoke, eine gefahrlosere Form des Mitmachkinos, bei dem Klassiker wie GODZILLA oder TITANIC neue Dialoge erhielten.
Auch heute ist der Filmrausch ist für neue Ideen und Mitglieder offen. Viele Veranstaltungen werden in Kooperation mit Initiativen oder engagierten Einzelpersonen organisiert. Das Indoor-Kino zeigt regulär drei Filme am Tag, meist aktuelle Neustarts und interessantes jüngeres Kino. Solide Anarchie bietet die Filmreihe ab:sicht, die nach dem Vorbild von Amos Vogels Buch über subversives Kino eine eklektische Mischung von Filmen zeigt, die sonst selten ins Kino kommen. Jüngst waren die transgressiven Filme von Nick Zedd dort zu sehen, im Juni läuft als exklusive Preview der Film EXPOSED von Beth B. Regulär zu Gast ist auch die Reihe gemein:gut, die Filme mit einer creative commons licence zeigt, und das „Favourites Filmfestival“ das Publikumsgewinner internationaler Festivals nach Berlin holt.
Gebaut wird immer noch. Zuletzt wurde die riesige Panoramaleinwand „mit der schärfsten Krümmung“ Ostdeutschlands eingebaut. Der Filmrauschpalast ist niemals fertig.

Ausstattung: , 1 Saal

Filmrauschpalast
Mitte

Lehrter Str. 35
10557 Berlin

Hauptbahnhof + 10 min Fußweg, Bus 123 Kruppstraße, Bus M27 Quitzowstraße

Telefon: 030/394 43 44
www.kulturfabrik-moabit.de/kufa/

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Filmrauschpalast

Lehrter Str. 35, 10557 Berlin, Telefon: 030/394 43 44, www.filmrausch.de
Hauptbahnhof + 10 min Fußweg, Bus 123 Kruppstraße, Bus M27 Quitzowstraße

HEUTE

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) Vor der Morgenröte (FSK: oA)

20:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmeUThe Dream of Shahrazad , m. Gespr.

22:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmUCafé Belgica (FSK: 12)

26.07. – Di

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) Vor der Morgenröte (FSK: oA)

20:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmUCaracas, eine Liebe (FSK: 16)

22:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmUCafé Belgica (FSK: 12)

27.07. – Mi

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) Vor der Morgenröte (FSK: oA)

20:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmUCaracas, eine Liebe (FSK: 16)

22:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/394 43 44, info@filmrausch.de (Eine Reservierung per E-Mail ist bis zu 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich.) OmUCafé Belgica (FSK: 12)

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