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Filmkunst66

Die Geschichte des filmkunst66 begann am 1. Oktober 1971. An diesem Tag übernimmt Franz Stadler, ein Pionier der Programmkino-Szene, das Kino in der Charlottenburger Bleibtreustrasse. Schnell wird das Kino zum Geheimtipp. Western-, Zeichentrick- und Fantasy-Festivals, selbsorganisierte Retros und ein gleichbleibend qualitätsreiches Filmkunstprogramm machen es zu einer festen Größe in der Stadt. 2011 wird das Kino von den Berliner Filmproduzentinnen Tanja und Regina Ziegler übernommen, die es zunächst einmal sorgfältig renovierten und das Haus nun als gut ausgestattetes und komfortables Filmkunstkino weiterführen. Mehr

Kluge Dramen und hohe Gäste

Bis in die 80er Jahre war Charlottenburg das Berliner Kinozentrum. Zwischen Kudamm und Kaiserdamm gab es einmal eine reiche Szene unabhängiger Kinos wie die Gondel, die Kurbel, die Lupe, das Schlüter-Kino, das Klick, Broadway 1 & 2, Kant-Kino, Delphi und filmkunst66. Die meisten dieser Kinos sind inzwischen geschlossen, und außer dem filmkunst66 gehören die übriggebliebenen inzwischen zu Kinoketten. Das filmkunst 66 hat nicht nur überlebt, sondern ist eine der zentralen Anlaufstellen für die wirklich wichtigen Filme geblieben. Nicht nur für das Publikum, sondern auch für Journalisten, denn im filmkunst66 finden seit langem Pressevorführungen statt, und wenn nachmittags ein Pulk aufgeregter oder muffeliger, etwas zerzaust aussehender Gestalten vor dem Kino debattiert, kann man davon ausgehen, dass die Berliner Filmkritiker gerade glauben, über Leben und Tod eines Films zu entscheiden.
Das filmkunst 66 war eines der ersten deutschen Programmkinos, die aus der Studentenbewegung der späten 60er Jahre, den Diskussion um das Oberhausener Manifest und den Neuen Deutschen Film entstanden. Ein anderes Kino war das Ziel, als der Programmkino-Pionier Franz Stadler am 1. Oktober 1971 das Kino Capri übernahm und in filmkunst66 umbenannte. Damals war das Kino noch ein Flachbau an der Ecke Bleibtreu- und Niebuhrstraße. Doch der Kino-Flachbau steht an einer attraktiven Straßenecke und muss 1993 einem großen Gebäudekomplex mit Geschäften, Büros und Wohnungen weichen – vorerst. Denn das filmkunst66 wird Bestandteil des neuen Gebäudes und am 16. August 1995 eröffnet es seine Pforten erneut, diesmal mit zwei Sälen für 100 und 200 Zuschauer.
Seit dem 1.1.2011 ist das filmkunst66 in Besitz der Filmproduzentinnen Tanja Ziegler und Regina Ziegler, die das erfolgreiche Programmkino weiterentwickeln: „Wir haben das filmkunst 66 gekauft, weil wir uns den Traum vom eigenen Kino, dessen Programm wir mitgestalten können, erfüllen wollen.“ Nach dem 40-jährigen Jubiläum des Kinos im Jahr 2011 haben die beiden Produzentinnen das filmkunst66 umfangreich und liebevoll modernisiert. Das Kino verfügt jetzt über einem Premiumsaal, eine (unechte) Krokotapete und neueste digitale Technik.

Das Programm des filmkunst66 wird vor allem durch kluge Dramen und wichtige Independent-Produktionen bestimmt, wobei deutsches Kino einen Schwerpunkt ausmacht. Aber auch härterer Stoff, wie Ben Wheatleys schwarze Serienkiller-Komödie SIGHTSEERS findet sich immer mal wieder im Programm. Zu der Filmreihe „Zu Gast im Filmkunst 66“, sind immer wieder bekannte Filmschaffende mit ihren Klassikern im Kino zu Gast, zuletzt der New Yorker Filmemacher Amos Kollek (SUE, FIONA), Volker Schlöndorff und Uschi Glas. In Zusammenarbeit mit der Checkpoint Charlie-Stiftung zeigt das filmkunst 66 vier Mal im Jahr amerikanische Filme, die in Berlin gedreht wurden, und in der exklusiven Filmreihe „Mein Film“, die das filmkunst66 in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie ausrichtet, präsentieren prominente Personen die nicht aus der Filmbranche kommen, ihre Lieblingsfilme. Unter anderem war auch schon Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Heiner Carows Ost-Hippie-Klassiker PAUL UND PAULA zu Gast.

Ausstattung: Klimaanlage, 2 Säle

Filmkunst66
Charlottenburg

Bleibtreustr. 12
10623 Berlin

S-Bahnhof Savignyplatz

Telefon: 030/882 17 53
www.filmkunst66.de/

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Filmkunst66

Bleibtreustr. 12, 10623 Berlin
Telefon: 030/882 17 53
www.filmkunst66.de
S-Bahnhof Savignyplatz

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