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Nichts zu verschenken

Dany Boon als Geizhals

Dany Boon spielt den krankhaften Geizhals François Gautier, der schon mal das Licht einer Straßenlaterne zum Beleuchten seines Abendbrots aus leicht abgelaufenen Waren nutzt. Dass ihn keiner besonders mag ist ihm egal – bis er sich verliebt und unerwartet eine Tochter auftaucht.

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Dagobert Duck wäre begeistert von François Gautiers Sparsamkeit. Der Violinist kennt sich nicht nur genau mit den Sonderangeboten des örtlichen Supermarkts aus, sondern weiß auch Straßenlaternen zum Beleuchten seines Abendbrots aus leicht abgelaufenen Waren zu nutzen. Dass er nur kalt duscht, ist selbstverständlich und auch, dass er kein Problem damit hat, sich am Abschiedsbuffet eines Kollegen satt zu essen, obwohl er sich vor einem Beitrag zu dessen Geschenk vehement gedrückt hat. Sicher, seine Macken machen ihn nicht unbedingt beliebt. Die engste persönliche Beziehung pflegt François zu seinem Banker, der ihn in allen Lebensfragen berät und ihm immer wieder seinen aktuellen Kontostand vorlesen muss. Nur noch ein bisschen bis zur Viertelmillion! Aber dann verguckt sich François in die schüchterne Cellistin Valerie, die das böse Getratsche über ihn gar nicht glauben mag, aber doch gerne zum Essen ausgeführt werden würde. Zum anderen taucht plötzlich ein unbekanntes Produkt seiner Sparwut in Form einer Tochter auf. Bislang war es ihm ja egal, aber vor diesen beiden will er dann doch nicht schlecht, oder gar geizig, dastehen. Aber was soll man machen, wenn der bloße Gedanke ans Geldausgeben einen in buchstäbliche Panik versetzt? Noch dazu hat Laura ganz eigene Ideen davon, wie ihr Papa ist. Und die kosten alle Geld!
NICHTS ZU VERSCHENKEN wird absolut von seinen drei Hauptdarstellern getragen, allen voran Dany Boon (WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS). Boon gibt dem an sich auf vielen Ebenen unangenehmen Knauserer eine sympathische Note, ganz in der Tradition von Louis De Funès, der uns Choleriker lieben lehrte, und auch Laurence Arné und Noémie Schmidt spielen ihre Figuren mit Ecken und Kanten. Die Ausstattung ist detailverliebt, und das zügige Erzähltempo verrät Fred Cavayés Vergangenheit als Thrillerregisseur.

Christian Klose

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Details

Originaltitel: Radin!
Frankreich 2016, 89 min
Genre: Komödie
Regie: Fred Cavayé
Drehbuch: Laurent Turner, Fred Cavayé, Nicolas Cuche
Kamera: Laurent Dailland
Schnitt: Yann Malcor
Musik: Klaus Badelt
Verleih: Wild Bunch/Central
Darsteller: Dany Boon, Laurence Arné, Patrick Ridremont, Noémie Schmid
FSK: oA
Kinostart: 06.04.2017

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