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Zeit für Utopien

Brücken in die Postwachstumsökonomie

Vom dynamisch wachsenden Kapitalismus zur Postwachstumsökonomie: Regisseur Kurt Langbein stellt Betriebe auf der ganzen Welt vor, die auf Ökologie und soziale Verträglichkeit setzen und sich trotzdem wirtschaftlich tragen.

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Die Ökonomin und Journalistin Ulrike Herrmann bringt das Anliegen, das Regisseur Kurt Langbein umtreibt, auf den Punkt: Es gehe darum, „eine Brücke“ zu finden, zwischen dem „dynamisch wachsenden Kapitalismus“ der Jetztzeit und der „Postwachstumsökonomie“. Wie kann es gelingen, diesen unaufhaltsamen Transformationsprozess ohne verheerende wirtschaftliche Krisen zu meistern, oder ihn gar gänzlich scheitern zu sehen, weil die Welt in Diktatur und Krieg versinkt? Langbein reist um die Welt, um nachhaltige Ansätze, die auf Ökologie und soziale Verträglichkeit setzen und sich trotzdem wirtschaftlich tragen, vorzustellen. Dabei besucht er den Ziegenhof der Familie Haase in Bayern, der dank der Jobaussteigerin Petra Wähning ein Modell gefunden hat, bei dem die Verbraucher in die Käserei investieren, um dann mit den hergestellten Produkten ausbezahlt zu werden. In Südkorea arbeitet die Organisation Hansalim nach einem ähnlichen Prinzip. Mit 220 Geschäften und 1,5 Millionen Mitgliedern bietet Hansalim den Erzeugern Fixpreise und den Konsumenten frische, nach traditionellem Lebensmittelhandwerk erzeugte Produkte zu fairen Preisen. Langbein stellt die Philosophie der niederländischen Firma Fairphone vor und die französische Kooperative ScopTi, deren Mitarbeiter 2014 ganze 1336 Tage streikten, um die Teefabrik in Selbstverwaltung und unabhängig vom Großkonzern Unilever weiterzuführen. Rim Hidri, eine Mitarbeiterin bestätigt, was Joachim Bauer als Neurowissenschaftler erforscht: Sie sei persönlich gewachsen und fühle sich bestätigt, seit sie Teil der Genossenschaft ist. Bauer spricht vom „intrinsischen Impuls des Menschen, mit der Welt in Resonanz zu kommen“. Gelingen könne dies nur, wenn der Mensch der Entfremdung von sich selbst, der Welt und seiner Arbeit entkommt. Langbeins Experten geben wichtige Anstöße, in welche Richtung es gehen muss.

Susanne Kim

Details

Österreich 2018, 95 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Kurt Langbein
Drehbuch: Kurt Langbein, Anna-Katharina Wohlgenannt
Kamera: Christian Roth
Schnitt: Alexandra Wedenig
Musik: Otto Lechner, Toni Burger
Verleih: Langbein & Partner
FSK: oA
Kinostart: 19.04.2018

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Österreich 2018 | Dokumentarfilm | R: Kurt Langbein | FSK: oA

Vom dynamisch wachsenden Kapitalismus zur Postwachstumsökonomie: Regisseur Kurt Langbein stellt Betriebe auf der ganzen Welt vor, die auf Ökologie und soziale Verträglichkeit setzen und sich trotzdem wirtschaftlich tragen.

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25.07. – Mi

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