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Who's Afraid of Alice Miller?

Familienanalyse

Martin Miller, sohn von Alice Miller, er Autorin von „Das Drama des begabten Kindes“ sucht gemeinsam mit der Psychotherapeutin Irenka Taurek, einer Cousine Alice Millers nach der Ursache für die psychische Grausamkeit seiner Mutter.

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Alice Miller, die Psychoanalytikerin und Autorin, die der westlichen Welt beibrachte, dass Kindesmisshandlung dauerhafte Verletzungen zur Folge hat, Alice Miller, die großen Anteil daran hatte, dass in den achtziger Jahren endlich ein Bewusstsein für den sexuellen Missbrauch von Kindern entstand, sah über Jahre zu, wie ihr Sohn Martin vom Vater geschlagen wurde. Martin Miller, selbst Psychotherapeut, diagnostiziert bei seiner Mutter eine tiefe Spaltung: In ihren Büchern erklärte sie der Welt, dass es kindliche Seelen zu respektieren gilt. In ihrem Leben ignorierte sie die von Andrzej Miller ausgeübte Gewalt gegen den Sohn.
Im Film WHO IS AFRAID OF ALICE MILLER sucht Martin Miller gemeinsam mit der Psychotherapeutin Irenka Taurek, einer Cousine Alice Millers nach der Ursache für die psychische Grausamkeit seiner Mutter, die den Sohn in Briefen sogar mit Adolf Hitler verglich. Der Dokumentarfilm ist spannender, erschütternder und erhellender als die meisten Familiendramen, in denen lange gehütete Geheimnisse gelüftet werden – vielleicht auch, weil das halbe Personal aus Psychoanalytikern besteht. Der Jüdin Alice Miller, 1925 in Polen geboren, gelang es mit gefälschten Papieren den Holocaust in direkter Nachbarschaft zur Gestapo wohnend zu überleben, und dank ihrer Kontakte auch ihren Geliebten Janek, ihre Schwester, eine Tante und einen Onkel aus dem Ghetto zu befreien. Die Eltern wurden ermordet. Vor der Emigration in die Schweiz gab es Erpressungen durch polnische Bürger, unter ihnen war ein Mann, der den gleichen Namen trug wie ihr späterer Ehemann Andrzej Miller. Ihren Mann bezeichnete sie ihn Briefen als ihren „Peiniger“ und „Verfolger“. Waren ihre Bücher der positive Ausdruck einer verdrängten Gewalterfahrung, und war ihre Ignoranz gegenüber Martins Leiden der Ausdruck einer unbewussten Projektion, oder war da noch mehr?

Tom Dorow

Details

Originaltitel: Who is Afraid of Alice Miller?
Schweiz 2020, 101 min
Genre: Dokumentarfilm, Porträt
Regie: Daniel Howald
Verleih: Arsenal Filmverleih
FSK: 12
Kinostart: 11.11.2021

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Who's Afraid of Alice Miller?

(Who is Afraid of Alice Miller?) | Schweiz 2020 | Dokumentarfilm, Porträt | R: Daniel Howald | FSK: 12

Martin Miller, sohn von Alice Miller, er Autorin von „Das Drama des begabten Kindes“ sucht gemeinsam mit der Psychotherapeutin Irenka Taurek, einer Cousine Alice Millers nach der Ursache für die psychische Grausamkeit seiner Mutter.

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