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Vom Lokführer, der die Liebe suchte....

Die schönsten Bahnstrecken der Welt

Ein Märchen mit Zügen und ohne Dialoge. Eines Tages verfängt sich in der Bahn von Zugführer Nurlan ein blau-weißer BH. Nurlan versucht, die Besitzerin ausfindig zu machen.

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Eine der skurrilsten Bahnstrecken der Welt (die es inzwischen so nicht mehr gibt) lieferte die Inspiration für Veit Helmers freundlichen, verträumten Film. Im „Schanghai“ genannten Stadtviertel von Baku, Aserbaidschan waren die alten, kleinen Häuser, die inzwischen durch neue Wohnblocks ersetzt sind, direkt bis an die Gleise gebaut. Ihre Bewohner*innen nutzten das Gleisbett als Terrasse und als Treffpunkt, zum Wäscheaufhängen und als Trampelpfad. Immer wenn ein Zug kam, musste das Gleisbett flugs geräumt, die Wäsche entfernt und die Teetischchen müssen beiseite geschafft werden. Zugführer Nurlan, der kurz vor der Pensionierung steht, fährt diese Strecke regelmäßig. Immer wieder sammelt er dabei „Strandgut“ auf. Mal ist es ein Laken, das nicht rechtzeitig eingeholt wurde, mal ein Ball, der im Gestänge hängeblieb. Am nächsten Tag bringt Nurlan die Fundstücke dann wieder zu ihren Besitzer*innen zurück. Als sich dann eines Tages ein blau-weißer BH in der Bahn verfängt, ist das der Anfang einer Mission. Nurlan sucht nach der Frau, bzw. nach dem Busen, der in den BH passt. Das mag etwas schlüpfrig klingen, ist aber zart und liebevoll erzählt, auch ist Nurlan eher ein schüchterner, freundlicher Geselle.
Helmers Märchen kommt vollständig ohne Dialoge aus. Die Geschichte ist schon sehr schlicht, aber die größte Attraktion ist ohnehin der gestandene grüne Güterzug, der durch schöne Berglandschaften fährt und mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit durch das Wohnviertel - gedreht wurde vor Ort ohne Drehgenehmigung – brettert. Ein Hauch von Tati weht durch den Film, aber Helmer erzählt sanftmütiger, altmodischer und weniger auf Pointen hin. Seine Personen sind ein wenig verschroben aber sympathisch, und seine „running gags“ schlendern mehr daher, als das sie rennen.

Toni Ohms

Details

Originaltitel: Vom Lokführer, der die Liebe suchte
Deutschland 2018, 90 min
Sprache: Englisch, Ohne Dialoge, Deutsch
Genre: Komödie, Liebesfilm
Regie: Veit Helmer
Drehbuch: Leonie Geisinger, Veit Helmer
Kamera: Felix Leiberg
Schnitt: Vincent Assmann
Musik: Cyril Morin
Verleih: Neue Visionen Filmverleih
Darsteller: Miki Manojlovic, Paz Vega, Denis Lavant, Chulpan Khamatova, Maia Morgenstern
FSK: 6
Kinostart: 07.03.2019

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Vom Lokführer, der die Liebe suchte....

(Vom Lokführer, der die Liebe suchte) | Deutschland 2018 | Komödie, Liebesfilm | R: Veit Helmer | FSK: 6

Ein Märchen mit Zügen und ohne Dialoge. Eines Tages verfängt sich in der Bahn von Zugführer Nurlan ein blau-weißer BH. Nurlan versucht, die Besitzerin ausfindig zu machen.

Vorführungen

Open Air Kino Mitte

27.05. – Mo

21:30

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