Entfernung über GPS
ab PLZ

Uta (2019)

Überlebens-Künstlerin

Mit ihrem Akkordeon steht Uta mal auf der Kleinkunstbühne, mal als Straßenmusikerin in der Fußgängerzone. Viel kommt dabei nicht herum, doch: „Das hat mich nie gestört. Und Armut würde ich das auch nicht nennen.“

Mehr

Schon Utas Geburt war ein Ereignis: Die Ärzte hätten sie fast aufgegeben, doch sie schaffte es überraschend ins Leben zurück. Und auch wenn jenes ihr ständig richtig schwere Wackersteine in den Weg legte, schaffte sie es immer irgendwie weiter. Im Dokumentarfilm UTA ist die unbändige Kraft der nunmehr 70-Jährigen in jeder Einstellung zu spüren. Mario Schneiders Film ist das behutsame Porträt einer faszinierenden (Überlebens-)Künstlerin und eine Hommage junger Künstler*innen an jene „Alten“, die schon lange mit ihrem Dasein an den Normen der deutschen Gesellschaft rütteln.
Malerei, Bildhauerei, Performance oder Musik, auf das Medium kommt es Uta nicht an. Sie nutzt, was je nach Situation am besten zu ihr passt. „Ich wollte nie ein blinder Sänger sein, schon gar keine blinde Sängerin“, singt Uta, doch nun ist sie es, und eine begnadete dazu. Mit ihrem Akkordeon steht sie mal auf der Kleinkunstbühne, mal allein als Straßenmusikerin in der Fußgängerzone, sie spielt, auch wenn ihr die Finger abfrieren. Viel kommt dabei nicht herum, doch: „Das hat mich nie gestört. Und Armut würde ich das auch nicht nennen.“
Kunst und Chaos, viele Kinder, viel Liebe, das macht Utas Leben aus. Die Dunkelheit dahinter erahnt man erst gar nicht. In Gesprächen mit ihrer Schwester, die im Film viel Raum erhalten, erfahren wir dann von den schrecklichen Übergriffen ihres Vaters. Leicht ist es nicht, damit zu leben. Die Kreativität habe sie gerettet, sagt sie selbst. An ihre Kinder gab sie den Funken weiter und hat mittlerweile mehrere Generationen künstlerisch talentierter Menschen hervorgebracht. Ihre Tochter, die auf Utas Geburtstagsfeier musiziert, ist froh, „dass ich einfach so ‚ne weise Mutter habe.“ Genau wie dieser Film ist das ein richtig schönes Kompliment.

Eva Szulkowski

Details

Originaltitel: Uta
Deutschland 2020, 90 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Mario Schneider
Drehbuch: Mario Schneider
Kamera: Friede Clausz
Schnitt: Gudrun Steinbrück, Mario Schneider
Verleih: GMFilms
FSK: 12
Kinostart: 07.10.2021

Website
IMDB

Vorführungen

Vorführungen

Filter
Multiplexe anzeigen

Uta (2019)

(Uta) | Deutschland 2020 | Dokumentarfilm | R: Mario Schneider | FSK: 12

Mit ihrem Akkordeon steht Uta mal auf der Kleinkunstbühne, mal als Straßenmusikerin in der Fußgängerzone. Viel kommt dabei nicht herum, doch: „Das hat mich nie gestört. Und Armut würde ich das auch nicht nennen.“

Vorführungen

Acud Kino

30.10. – Sa

TicketsKartenreservierung: https://acudkino.de/Programm 18:00

01.11. – Mo

TicketsKartenreservierung: https://acudkino.de/Programm 18:00

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.