Entfernung über GPS
ab PLZ

Tschick

Vage Richtung Walachei

Am Anfang der Sommerferien steht der neue in der Klasse, Andrej Tschichatschow, den alle Tschick nennen und den keiner leiden kann, auf einmal mit einem „geborgten“ Lada vor Maiks Haustür. Die beiden 14-Jährigen gondeln los - in Richtung der Wallachei, wo Tschicks Großvater angeblich wohnt.

Mehr

Maik, den die anderen „Psycho“ nennen, ist Außenseiter in seiner Klasse, deshalb ist neben ihm auch noch ein Platz frei, auf den der Lehrer natürlich den Neuen setzt: Andrej Tschichatschow, oder, weil das ja keiner aussprechen kann, Tschick. Keiner kann Tschick leiden, Maik auch nicht, aber als Tschick am Anfang der Sommerferien mit einem „geborgten“ Lada bei ihm auftaucht, fährt er dann doch mit. Zuhause bleiben ist keine Alternative: Die Mutter ist mal wieder ausnüchtern auf der „Beauty Farm“ und der Vater mit seiner „Sekretärin“ auf einer „Geschäftsreise“ unbestimmter Dauer. Tschick und Maik gondeln mit dem Lada gemächlich in die vage Richtung der Walachei, wo Tschicks Großvater angeblich wohnt. Unterwegs erleben sie dies und das. Sie lernen Isa kennen, klauen Benzin, suchen einen Supermarkt und versuchen, eine Tiefkühlpizza mit einem Feuerzeug warm zu bekommen.
TSCHICK ist eine sehr treue und rundum gelungene Buchverfilmung mit zwei tollen Hauptdarstellern. Der lakonische Humor von Wolfgang Herrndorf ist bei Fatih Akin bestens aufgehoben. Er zieht sich nicht nur durch die schön absurden Herrndorf-Dialoge - „Die Walachei gibt’s nicht. Das ist, als hättest du einen Großvater in Jottwehdeh. Oder in Dingenskirchen.“ „Und was ist daran so komisch?“ „Jottwehdeh gibt’s nicht, Mann! Jottwehdeh heißt: janz weit draußen. Und Walachei gibt’s auch nicht. Wenn du sagst, einer wohnt in der Walachei, dann heißt das: Er wohnt in der Pampa.“ „Und die Pampa gibt’s auch nicht?“ „Nein“ „Aber mein Großvater wohnt da.“ „In der Pampa?“ „Du nervst, echt!“ - sondern auch durch die Bilder. Seien es die abenteuerlichen Überholversuche Maiks auf dem Standstreifen. Oder die Tupperdose auf dem Lehrertisch, in der die gesammelten konfiszierten Handys der Klasse leise vor sich hin summen.

Hendrike Bake

Details

Deutschland 2016
Sprache: Deutsch
Regie: Fatih Akin
Drehbuch: Lars Hubrich, Fatih Akin, Hark Bohm
Kamera: Rainer Klausmann
Verleih: STUDIOCANAL
Darsteller: Anand Batbileg, Tristan Göbel, Nicole Mercedes Müller
FSK: 12
Kinostart: 15.09.2016

Vorführungen

Vorführungen

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.