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The Visit – Eine ausserirdische Begegnung

Proben für den Erstkontakt

In seiner „Dokumentation“ spielt der dänische Konzept-Künstler und Regisseur Michael Madsen ein Szenario durch, das nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Künste beschäftigt: den ersten Kontakt der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation. Die interviewten Experten sind angehalten, so zu tun, als wäre der bisher unvorstellbare Erstkontakt mit Aliens tatsächlich eingetreten.

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Die Anzahl an entdeckten, so genannten Exoplaneten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Mehr als 3000 dieser Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems will die Wissenschaft bereits ausgemacht haben. Ob es aber irgendwo da draußen tatsächlich intelligentes Leben gibt, eine „zweite Erde“ gar, das bleibt weiter ungeklärt. In seiner „Dokumentation“ THE VISIT spielt der dänische Konzept-Künstler und Regisseur Michael Madsen (INTO ETERNITY) nun ein Szenario durch, das nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Künste beschäftigt: den ersten Kontakt der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation. Die von Madsen im Film interviewten Experten – vom NASA-Astrobiologen über die Direktorin des Büros der Vereinten Nationen für Weltraumfragen bis hin zum ehemaligen Generalstabschef der britischen Armee – sind angehalten, so zu tun, als wäre der bisher unvorstellbare Erstkontakt mit Aliens tatsächlich eingetreten: Wie verhalten wir uns als Menschen? Wenn bestimmen wir als Sprecher unserer Spezies (Vorschlag im Film: Sir David Attenborough)? Warum kommen die Außerirdischen ausgerechnet zu uns? Wie lange werden sie wohl bleiben? Spannende, mitunter höchst beunruhigende Fragen, die Madsen schlussendlich wohl auch dazu aufwirft, um dem Kinobesucher eine Auseinandersetzung mit sich selbst als Menschen zu ermöglichen. Das funktioniert zum Teil; Gehörig Raum zur Reflektion aber bietet die unkonventionelle und erfrischende, dänisch-irisch-österreichisch-finnisch-norwegische Koproduktion mit all ihren hübschen, in Zeitlupe eingefangenen Impressionen sehr wohl. Empfohlen sei THE VISIT auch allen Planetenjägern und Alien-Fans als hintersinniges Alternativprogramm zu Roland Emmerichs diesen Sommer gestartetem Multimillionen-Dollar-Spektakel INDEPENDENCE DAY: WIEDERKEHR.

Matthias von Viereck

Details

Originaltitel: The Visit: An Alien Encounter
Deutschland/ Dänemark/ Norwegen/ Finnland 2015, 83 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Michael Madsen
Drehbuch: Michael Madsen
Kamera: Heikki Färm
Schnitt: Stefan Sundlöf, Nathan Nugent
Musik: Peter Albrechtsen
Verleih: farbfilm
FSK: 6
Kinostart: 22.09.2016

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