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The Man Who Killed Don Quixote

Exzess à la Gilliam

Die Produktion von Terry Gilliams jüngstem Film wurde immer wieder von Kalamitäten und Rechtsstreitigkeiten unterbrochen. Fast 20 Jahre nach Drehbeginn kommt der Film um einen zynischen Werbefilmer und einem alten Schuhmacher, der sich für Don Quixote hält, endlich ins Kino.

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Gut 25 Jahre lang war Terry Gilliams Don Quixote-Film einer der berühmtesten Filme, die nicht existierten. 25 Jahre konnte man sich ausmalen, was aus der auf dem Papier ideal wirkenden Kombination werden würde: Der visuell überbordende, oft durchgedrehte, nie langweilige Gilliam und die unsterbliche Figur Miguel Cervantes, Don Quixote, der Ritter der traurigen Gestalt, der in seiner Phantasie gegen Riesen kämpft, die doch nur Windmühlen sind. Mit „Lost in La Mancha“ gibt es sogar schon einen Dokumentarfilm über einen der zahlreichen Versuche Gilliams, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Nun ist es ihm im x-ten Anlauf endlich gelungen, und das Ergebnis ist durch und durch Gilliam – im Guten wie im Schlechten.
Toby (Adam Driver) ist ein Werbefilmregisseur, der einst von Größerem träumte. Beim Dreh in der spanischen Pampa stößt er zufällig auf die DVD eines Studentenfilms, einer Don Quixote-Version, die er vor Jahren in einem nicht weit entfernten Dorf drehte. Er macht sich auf Spurensuche: Sein ehemaliger Don (Jonathan Pryce), eigentlich ein Schuster, hält sich inzwischen für den leibhaftigen Mann aus La Mancha, doch vor allem geht es Toby um eine holde Maid (Joana Ribeiro), deren Leben sich durch den Dreh ebenso veränderte wie das Schicksal des ganzen Dorfes.
Ein schöner Ansatz, sicher auch ein wenig autobiografisch, kämpfte Gilliam doch Zeit seiner Karriere um die Finanzierung und künstlerische Kontrolle seiner Filme. Wie so oft mangelt es jedoch auch diesem Gilliam-Exzess etwas an Kohärenz, tauchen wirre Figuren auf, bedient Gilliam ein Frauenbild, das freundlich gesagt aus dem letzten Jahrhundert ist, wählt er im Zweifelsfall lieber den brachialen Gag. Und doch: In vielen Momenten ist THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE ein vor Fantasie sprühender Exzess, ein Wunder an Imagination und Ambition, und auf seine ganz spezielle Weise einzigartig.

Michael Meyns

Details

Spanien/ Großbritannien/ Frankreich/ Portugal 2018, 122 min
Genre: Abenteuer, Science Fiction
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Terry Gilliam, Miguel de Cervantes y Saavedra, Tony Grisoni
Kamera: Nicola Pecorini
Schnitt: Teresa Font, Lesley Walker
Musik: Roque Baños
Verleih: Concorde Filmverleih
Darsteller: Adam Driver, Olga Kurylenko, Stellan Skarsgård, Jonathan Pryce, Rossy de Palma
FSK: 12
Kinostart: 27.09.2018

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The Man Who Killed Don Quixote

Spanien/ Großbritannien/ Frankreich/ Portugal 2018 | Abenteuer, Science Fiction | R: Terry Gilliam | FSK: 12

Die Produktion von Terry Gilliams jüngstem Film wurde immer wieder von Kalamitäten und Rechtsstreitigkeiten unterbrochen. Fast 20 Jahre nach Drehbeginn kommt der Film um einen zynischen Werbefilmer und einem alten Schuhmacher, der sich für Don Quixote hält, endlich ins Kino.

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