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The House That Jack Built

Höllentrip

Ein Serienmörder, Jack, berichtet einem Zuhörer namens Serge von seinen Morden, die er als Arbeit und Kunst betrachtet

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Umstritten war Lars von Trier schon lange, doch nachdem er 2011 bei einer Presse-Konferenz in Cannes ein gewisses Verständnis für die Nazis und Hitler anzudeuten schien, wurde er für viele endgültig zur persona non grata bzw. zum billigen Provokateur. Dieses Urteil scheint er mit seinem jüngsten Film THE HOUSE THAT JACK BUILT betont offensiv bestätigen zu wollen, geht es doch um den von Matt Dillon gespielten Jack, der diverse extrem brutale Morde begeht, die von Trier meist auf eine Weise zeigt, die nichts der Fantasie überlässt.
Doch geht es hier wirklich um einen Serienkiller oder nicht um viel mehr? Strukturiert ist der Film in einer langen Rückblende, die allerdings lange nur auf der akustischen Ebene stattfindet. Da hört man Jack mit einer Person sprechen (unüberhörbar Bruno Ganz), die er bald Verge nennt. Hat man die entsprechenden Assoziationen, dann erkennt man in Verge Vergil, also den römischen Dichter, der in Dantes Göttlicher Komödie den Erzähler auf dem Weg durch Hölle, Fegefeuer und Himmel begleitet. So ist es auch hier, Jack berichtet Verge von seinen Morden, seiner Arbeit, die er als Kunst betrachtet, womit sich dann der Kreis schließt: Jack als extremer Künstler, der mit seiner Kunst verstört, provoziert und aneckt, geradeso wie von Trier selbst. Der seine Exzesse natürlich nicht in der Realität verübt, sondern auf der Leinwand, dafür aber oft extrem angefeindet und oft auch missverstanden wird. Man kann THE HOUSE THAT JACK BUILT als Reflektion des Künstlers über sein eigenes Schaffen verstehen und noch viel mehr als filmische Psychoanalyse, in der von Trier sich und seine Obsessionen hinterfragt. Das alles in oft atemberaubend dichten Montagesequenzen und gerade am Ende, wenn Jack und Verge durch die Hölle gehen, in unfassbaren Bildern. Was auch immer man von von Trier halten mag, idiosynkratischere Filme findet man heutzutage kaum.

Michael Meyns

Details

Dänemark/ Frankreich/ Deutschland/ Schweden 2018, 155 min
Genre: Drama, Horror, Thriller
Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
Kamera: Manuel Alberto Claro
Schnitt: Jacob Secher Schulsinger
Verleih: Concorde Filmverleih
Darsteller: Matt Dillon, Uma Thurman, Riley Keough, Bruno Ganz, Ed Speleers, Siobhan Fallon Hogan
FSK: 18
Kinostart: 29.11.2018

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The House That Jack Built

Dänemark/ Frankreich/ Deutschland/ Schweden 2018 | Drama, Horror, Thriller | R: Lars von Trier | FSK: 18

Ein Serienmörder, Jack, berichtet einem Zuhörer namens Serge von seinen Morden, die er als Arbeit und Kunst betrachtet

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