Entfernung über GPS
ab PLZ

Rockabilly Requiem

Rockabilly-Teens in den Achtzigern

Deutschland in den frühen Achtzigern. Sebastian und sein bester Freund Hubertus lieben Rockabilly und träumen von einer Freiheit, die so ganz anders ist als ihre spießigen Elternhäuser.

Mehr

„Freiheit beginnt dort, wo die Angst aufhört.“ Furchtlos wirken sie, Sebastian und sein bester Freund Hubertus. Sie genießen es, jung zu sein, doch frei sind sie nicht. Wenn der Tag anbricht und die durchgefeierte Nacht verschwindet, landen sie wieder in ihren spießigen Elternhäusern. Auf Sebastian warten seine verbitterte Mutter und die hilflose kleine Schwester. Stiefvater Rainer ist abgehauen und hat seelische Trümmer zurückgelassen. Hubertus wohnt in einem Haus am Wald. Der Vater ist ein brutaler Patriarch, die Mutter um Harmonie bemüht. Der rebellische Teenager gerät immer öfter mit seinem Vater in Streit. Als Sänger einer Rockabilly Band träumt er von dem großen Durchbruch. Was die beiden Freunde verbindet, ist die Liebe zu Debbie. Gemeinsam ziehen die drei durch die Nacht, zu den Klängen von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Doch irgendwann nimmt ihnen die Enge ihres Heimatorts die Luft.
Fernsehregisseur Till Müller-Edenborn erzählt in seinem Kinodebüt eine universelle Geschichte, die sich so auch in einer anderen Generation abspielen könnte. Er wählte die frühen Achtziger, als alles etwas klobiger war, seien es die quadratischen Autos oder die kantigen Kassettenrekorder. Das Szenenbild fängt die Zeit gut ein. Die hervorragende Kameraarbeit von Sönke Hansen, der viel von seiner Arbeit in internationalen Produktionen wie CLOUD ATLAS oder DER PIANIST mitbringt, sorgt für den nötigen Drive, aber auch immer wieder für poetische Aufnahmen der schönen norddeutschen Landschaft. Die Schauspieler überzeugen, von gestandenen Mimen wie Margarita Broich (DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK) und Alexander Hauff (IN WEITER FERNE SO NAH), bis hin zu den jungen Hauptdarstellern Sebastian Tiede und Ben Münchow, der für seine Leistung als Hubertus den Max Ophüls Nachwuchspreis erhielt. So verzeiht man dem Debüt auch einige überzeichnete Momente vor allem im letzten Akt.

Lars Tunçay

Details

Deutschland 2016, 91 min
Genre: Drama
Regie: Till Müller-Edenborn
Drehbuch: Till Müller-Edenborn, Jörg Bruhn
Kamera: Sönke Hansen
Schnitt: Sebastian Thümler
Musik: Christian Heyne
Verleih: Farbfilm Verleih
Darsteller: Sebastian Tiede, Ruby O. Fee, Ben Münchow
FSK: 12
Kinostart: 09.06.2016

Website
IMDB

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.