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Neuland

Integration mit Herrn Zingg

Zwei Jahre lang können junge Flüchtlinge zwischen 16 und 20 Jahren in der Schweiz eine Integrationsschule besuchen. Dort lernen sie Deutsch und wie man ein Bewerbungsgespräch führt, finden Freunde und erhalten Hilfe. Die Dokumentarfilmerin Anna Thommen hat in Basel eine solche Integrationsklasse und ihren Lehrer, Herrn Zingg, zwei Jahre lang begleitet. Ein sensibler Film über den Alltag von Zuwanderern und das Porträt eines Ausnahmelehrers.

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Zwei Jahre lang können junge Flüchtlinge zwischen 16 und 20 Jahren in der Schweiz eine Integrationsschule besuchen. Dort lernen sie Deutsch und wie man ein Bewerbungsgespräch führt, finden Freunde und erhalten Hilfe. Am Ende dieser Zeit haben sie, wenn sie Glück haben, eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Die Dokumentarfilmerin Anna Thommen hat in Basel eine solche Integrationsklasse und ihren Lehrer, Herrn Zingg, zwei Jahre lang begleitet. Herausgekommen ist ein sensibler Film über den Alltag von Zuwanderern und das Porträt eines Ausnahmelehrers. Mit einem ganz eigenen Humor und einer Mischung aus Hartnäckigkeit, Optimismus und Gelassenheit widmet sich Herr Zingg seiner Klasse. Als alle nach den ersten Bewerbungsversuchen bei Schweizer Firmen ziemlich demoralisiert im Klassenzimmer sitzen, erzählt er ihnen die Parabel vom kleinen FC Basel, der Manchester United geschlagen hat: „Natürlich sind Sie im Nachteil, aber Sie können es schaffen!“ Bei jedem anderen würde es wie eine Floskel klingen, aber Herrn Zingg nimmt man ab, dass er an jeden seiner Schützlinge glaubt. Helfen kann er dennoch nicht allen. Leichtigkeit und Schwere liegen in NEULAND, wie auch im Alltag der Schülerinnen und Schüler, dicht beieinander. Einmal zeigen alle mit bunten Bindfäden auf einer Weltkarte, über welchen Weg sie in die Schweiz gekommen sind. Eshanullah aus Afghanistan war am längsten unterwegs. Über ein Jahr hat es gedauert, bis er die Schweiz per Auto, Zug und Schlauchboot erreichte. In einer der nächsten Szenen sieht man wie er die Ablehnung seines Asylantrags erhält. In einer anderen Schulstunde übt die Klasse, einen Lebenslauf zu schreiben. Tugce schreibt Stationen eines Teenagerdaseins an die Tafel „Sport anfangen“, „Sport fertig“, „Alkohol, Zigaretten“. Als nächstes ist die Albanerin Nazlije an der Reihe. Sie schreibt „Krieg beginnt“, „Mutter gestorben“, „Neues Kapitel Schweiz“.

Hendrike Bake

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