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Moneyboys

Sex-Arbeit in China

Fei ist vom Heimatdorf in die Stadt gezogen, Geld verdienen und vielleicht ein wenig Freiheit finden. Denn Fei ist schwul, und auch wenn es in China kein gesetzliches Verbot gibt, ist queeres Begehren ein gesellschaftliches Tabu.

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Fei ist vom Heimatdorf in die Stadt gezogen, Geld verdienen und vielleicht ein wenig Freiheit finden. Denn Fei ist schwul, und auch wenn es in China kein gesetzliches Verbot gibt, ist queeres Begehren ein gesellschaftliches Tabu. In der Stadt findet Fei Freunde, einen Liebhaber und kommt als „Moneyboy“, als Sex-Arbeiter, zu Geld. Ein Teil davon geht zurück ins Dorf, der Rest hält ihn über Wasser. Aber weder hier noch da findet Fei die Akzeptanz für die er aufgebrochen war. Im Dorf munkeln sie über ihn, und der Onkel nennt ihn eine Schande, in der Stadt ist er als kriminalisierter Sex-Arbeiter in ständiger Gefahr und muss schließlich untertauchen. Als sein alter Freund Long aus dem Dorf zu ihm zieht, entwickelt Fei endlich den Mut für einen Neuanfang.

Wie stark die sittliche Schranke gegenüber Homosexualität und Sexarbeit in China ist, erfuhr die Filmproduktion selbst. Der chinesisch-österreichische Regisseur C.B. Yi wollte eigentlich auf dem chinesischen Festland drehen. Aber als 2018 die Arbeiten starten sollten, gab es Empfehlungen der staatlichen Filmstelle, bestimmte Themen nicht zu verarbeiten, erzählt Yi im Interview. Im selben Jahr verschwand auch Schauspielerin Fan Bingbing für mehrere Monate in einem geheimen Hausarrest, wegen „Steuerhinterziehung“. Yi verlegte den Dreh nach Taiwan.

MONEYBOYS spricht die politischen und gesellschaftlichen Zwänge nicht explizit an. Sie erschließen sich aus den Gesprächen am Esstisch mit Schwester und Freunden, aus den Entscheidungen und Erlebnissen Feis. Es gilt: Das Persönliche ist immer auch politisch. Ob Sex-Arbeit oder in der Lederfabrik schuften, sei egal, sagt ein jüngerer „Moneyboy“ zu Fei, sich selbst verkaufe man immer. MONEYBOYS setzt auf eine langsame, poetische Erzählung, in farbverliebten, atmosphärischen Bildern. Ein spannendes Debüt das auch den diesjährigen Max-Ophüls-Preis als Bester Spielfilm erhielt.

Clarissa Lempp

Details

Originaltitel: Money Boys
Österreich/ Frankreich/ Belgien/ Taiwan 2021, 118 min
Genre: Drama
Regie: C.B. YI
Drehbuch: C.B. YI
Kamera: Jean-Louis Vialard
Schnitt: Dieter Pichler
Verleih: Eksystent Filmverleih
Darsteller: Kai Ko, Chloe Maayan, Yufan Bai, JC Lin
FSK: 12
Kinostart: 28.07.2022

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Moneyboys

(Money Boys) | Österreich/ Frankreich/ Belgien/ Taiwan 2021 | Drama | R: C.B. YI | FSK: 12

Fei ist vom Heimatdorf in die Stadt gezogen, Geld verdienen und vielleicht ein wenig Freiheit finden. Denn Fei ist schwul, und auch wenn es in China kein gesetzliches Verbot gibt, ist queeres Begehren ein gesellschaftliches Tabu.

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