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Mona Lisa and the Blood Moon

Fantastischer Trip

Die feministische Horror-Komödie zerlegt genüsslich Gender-Stereotype, und die schrillen und doch warmen Charaktere, der coole 90s-Neon-Look der sich durch Bild und Set zieht und der treibende Techno-Sound fließen zu einem fantastischen Trip zusammen.

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Zehn Jahre verbrachte Mona Lisa in einem katatonischen Zustand in einer gruseligen psychiatrischen Anstalt, doch in dieser Blutmondnacht erwacht sie – und mit ihr ihre telepathischen Superkräfte. Die erweisen sich auch direkt als brauchbar, denn ein Ausbruch in der Zwangsjacke ist gar nicht so einfach, und ganz ohne Blutvergießen geht es auch nicht. Auf ihrer Flucht durchs Hinterland von New Orleans trifft sie Fuzz, einen Rave-Prince-Charming, der statt auf einem weißen Pferd in seinem Diskokugel-Ride zur Rettung eilt, und schließlich Bonnie Belle, die abgeklärte und schlagfertige Stripperin, und ihren altklugen Sohn Charly, einem neunjähriger Metalhead. Bonnie weiß Mona Lisas Kräfte geschäftstüchtig, aber nicht gesetzestreu, einzusetzen und bald heftet sich ein Polizist an ihre Fersen, der bereits schmerzhaft Zeuge von Mona Lisas Superpower wurde.

Wie bei A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT ist auch in Ana Lily Amirpours neuem Werk die Story ziemlich geradeaus und lebt erst als cineastisches Ganzes auf. Die schrillen und doch warmen Charaktere, der coole 90s-Neon-Look der sich durch Bild und Set zieht und der treibende Techno-Sound – von Bottin bis Acid Pauli – fließen zu einem fantastischen Trip zusammen. MONA LISA AND THE BLOOD MOON ist aber mehr als ein flippiger Ritt. Die feministische Horror-Komödie zerlegt auch genüsslich Gender-Stereotype. Mona Lisa und Bonnie schlagen als Anti-Heldinnen den Männern ein Schnippchen, und während Pillendealer Fuzz hyperromantisch in Mona Lisa seine Seelenverwandte zu finden glaubt, sind die Polo-Shirt-tragenden Collegeboys in den Strip-Clubs misogyne Schläger. Amirpour verwandelt die Straßen von New Orleans in ein Rave-ästhetisches Wunderland, das sie auch durch den großartigen Cast mit Jun Jong Seo in der Hauptrolle, Kate Hudson als Belle und Ed Skrein als Fuzz völlig abfeiert.

Clarissa Lempp

Details

USA 2022, 106 min
Sprache: Englisch
Genre: Fantasy, Drama
Regie: Ana Lily Amirpour
Drehbuch: Ana Lily Amirpour
Kamera: Pawel Pogorzelski
Schnitt: Taylor Levy
Verleih: Weltkino
Darsteller: Kate Hudson, Ed Skrein, Craig Robinson, Jong-seo Jun
FSK: 16
Kinostart: 06.10.2022

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Mona Lisa and the Blood Moon

USA 2022 | Fantasy, Drama | R: Ana Lily Amirpour | FSK: 16 | Interview

Die feministische Horror-Komödie zerlegt genüsslich Gender-Stereotype, und die schrillen und doch warmen Charaktere, der coole 90s-Neon-Look der sich durch Bild und Set zieht und der treibende Techno-Sound fließen zu einem fantastischen Trip zusammen.

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12.12. – Mo

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