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Meine Brüder und Schwestern im Norden

Sung Hyung Cho in Nordkorea

Ihrem eigenen Bekunden nach dreht die Südkoreanerin Sung Hyung Cho (FULL METAL VILLAGE), die seit vielen Jahren in Frankfurt am Main lebt, Heimatfilme. Ihr neuster Dokumentarfilm führt sie nun nach Nordkorea, in ein abgeschottetes Land. in dem sie nur unter strengsten Auflagen drhen durfte.

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Ihrem eigenen Bekunden nach dreht die Südkoreanerin Sung Hyung Cho, die seit vielen Jahren in Frankfurt am Main lebt, Heimatfilme. Mit der beschwingten Erfolgsdoku FULL METAL VILLAGE über das Heavy-Metal-Festival in Wacken landete sie 2007 einen ersten Hit, bevor sie in ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE und VERLIEBT, VERLOBT, VERLOREN die deutsch-koreanische Geschichte auslotete. Ihr neuster Dokumentarfilm führt Sung Hyung Cho nach Nordkorea, in ein abgeschottetes Land. Um dort einreisen zu dürfen, nahm Sung Hyung Cho die deutsche Staatsbürgerschaft an, da Südkoreaner das Land nicht betreten dürfen (dasselbe gilt auch umgekehrt für Nordkoreaner in Südkorea). Das war nur eine der Auflagen, denen sich Sung Hyung Cho fügen musste, um eine Drehgenehmigung zu erhalten. Die Interviewpartner, -orte und -zeiten gab das nordkoreanische Regime als „Koproduzent“ kleinteilig vor, weswegen keine kritischen Töne vernehmbar sind. Die Musterbürger sprechen von den Opfern, die es für die Gemeinschaft zu erbringen gilt, und loben das schöne Leben unter der Führung der Arbeiterpartei. Eine junge Offizierin schwärmt von ihrer Verlobung, ein Kunstmaler von den schönen Fabrikarbeiterinnen, die er im Akkord porträtiert. Bei den Besuchen in einem Erlebnisbad, in einer Textilfabrik oder bei einem Bauernkollektiv erfährt man, dass samstags in Nordkorea ein offizieller „Tag der politischen Bildung“ ist und Bikinis verboten sind. Plakate des Führers Kim Jong Un und Lieder, die seine Herrlichkeit und die des Vaterlands loben, ziehen sich leitmotivisch durch den Film, der auch in der reinen Abbildung des geordneten Alltags viel über das Land aussagt. Dabei ist jederzeit spürbar, dass Sung Hyung Cho ein echtes Interesse an den Menschen zeigt und ihnen unvoreingenommen begegnet, ohne mit ihrer Verwunderung über die Verhältnisse hinter dem Berg zu halten.

Christian Horn

Details

Deutschland/Nordkorea 2016, 113 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Sung-Hyung Cho
Drehbuch: Sung-Hyung Cho
Kamera: Thomas Schneider
Schnitt: Fabian Oberhem
Verleih: Farbfilm
FSK: oA
Kinostart: 14.07.2016

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